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Else Lasker-Schüler und die Schweiz
Eine Bibliographie zur »Jüdischen Presszentrale Zürich« und zum »Israelitischen Wochenblatt für die Schweiz«
Im April 1933 verließ Else Lasker-Schüler Berlin und ging ins Exil nach Zürich, wo sie bis zum März 1939 mit Unterbrechungen lebte. In die Schweiz war Else Lasker-Schüler erstmalig im Oktober 1917 gereist, nachdem sie sich zuvor längere Zeit im Rheinland aufgehalten hatte: Seit dieser Zeit bildete die Schweiz eines der bevorzugten Reiseziele der Dichterin.
In Zürich erschienen zwei namhafte Organe des jüdischen Gemeindelebens, die beide auch überregionale Bedeutung hatten: das »Israelitische Wochenblatt für die Schweiz«, gegründet 1901, und die »Jüdische Presszentrale Zürich«, gegründet 1917. Beide Zeitungen erschienen wöchentlich, setzten aber unterschiedliche Schwerpunkte: Das »Israelitische Wochenblatt« stand in der Tradition der ›Familienblätter‹, während die »Jüdische Presszentrale« sich zunächst vornehmlich als Mitteilungsblatt einer jüdischen Presseagentur verstand, die Nachrichten über das Leben der Juden in aller Welt sammelte, und sich erst im Verlauf der Jahre zu einer Zeitung mit einem eigenständigen redaktionellen Profil entwickelte. Bereits früh fand Else Lasker-Schüler im »Israelitischen Wochenblatt« Beachtung: 1917 erschien dort eine Besprechung ihrer »Gesammelten Gedichte«, 1922 eine Rezension des »Wunderrabbiners von Barcelona«. Ihre Veröffentlichungen dort aber blieben auf einzelne Gedichtabdrucke beschränkt. Für die »Jüdische Presszentrale« schrieb Else Lasker-Schüler zwischen 1934 und 1938 sechs zum Teil umfangreiche Prosabeiträge, die thematisch dem jüdischen Geistesleben verpflichtet sind und die offensichtlich ganz bewußt im Hinblick auf die Veröffentlichung in einem bestimmten Organ verfaßt wurden.
Die nachfolgende Bibliographie soll die Beziehungen Else Lasker-Schülers zu beiden Zeitungen verdeutlichen. Verzeichnet sind neben den Texten, die Else Lasker-Schüler dort veröffentlicht hat, Beiträge zu ihrem Leben und Werk, unter anderem die ersten Veröffentlichungen, die der am 7. Mai 1999 in Jerusalem gestorbene Religionsphilosoph und Schriftsteller Schalom Ben-Chorin über die Dichterin geschrieben hat. In seinem umfangreichen Lebenswerk hat Ben-Chorin sich immer wieder mit der Dichtung Else Lasker-Schülers auseinandergesetzt: Er zählt zu den namhaftesten Befürwortern ihrer Werke.
Druckvorlagen für die »Werke und Briefe« (Bd. 1-5. Frankfurt am Main: Jüdischer Verlag, 1996-2002) sind mit der Sigle »WB« markiert, Gedichtdrucke, die in die »Sämtlichen Gedichte« (Frankfurt am Main: Jüdischer Verlag, 2004) aufgenommen wurden, mit der Sigle »SG«. In der Regel handelt es sich dabei um die Erstdrucke der jeweiligen Texte oder um Textfassungen, die ›erheblich‹ von den Erstdrucken abweichen.
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Jüdische Presszentrale Zürich
Beiträge Else Lasker-Schülers
- [Zuschrift an die »Jüdische Presszentrale Zürich«] (WB). – Jg. 17, Nr. 796 vom 25. Mai 1934. S. 11. [Aus Jerusalem: Eindrücke vom ersten Aufenthalt in Palästina.]
- Jugenderinnerungen an den Versöhnungstag. – Jg. 17, Nr. 810 vom 14. September 1934. S. 12f. [Überarbeitete Fassung der Erzählung »Der Versöhnungstag« aus »Konzert«.]
- Der achtzigjährige Maler Simson Goldberg (WB). – Jg. 18, Nr. 843 vom 17. Mai 1935. S. 17.
- Das Hebräerland. [I.]-III. – Jg. 19, Nr. 914 vom 23. Oktober 1936. S. 3f.; Nr. 920 vom 4. Dezember 1936. S. 5f.; Nr. 921 vom 11. Dezember 1936. S. 9f. [Vorabdruck.]
- [Zuschrift an die »Jüdische Presszentrale Zürich«] (WB). – Jg. 20, Nr. 940 vom 7. Mai 1937. S. 9. [Unterstützung des Spendenaufrufs zur »Etania«-Woche 1937.]
- Ich erzähle etwas von Palästina. – Jg. 21, Nr. 979 vom 18. Februar 1938. S. 12; Nr. 981 vom 4. März 1938. S. 12; Nr. 983 vom 18. März 1938. S. 12.
Beiträge über Else Lasker-Schüler
- Jacob-Loewenson, Alice: »Konzert«, ein neues Buch von Else Lasker-Schüler. – Jg. 15, Nr. 707 vom 12. August 1932. S. 11.
- [Anonym:] Kleistpreis 1932 für Else Lasker-Schüler. – Jg. 15, Nr. 721 vom 18. November 1932. S. 11.
- [Anonym:] Else Lasker-Schüler: Arthur Aronymus, Die Geschichte meines Vaters. – Jg. 15, Nr. 721 vom 18. November 1932. S. 11f.
- -me.-: Zürcher Vortragsabend Else Lasker-Schüler. – Jg. 16, Nr. 752 vom 1. Juli 1933. S. 11. [Zur Lesung Else Lasker-Schülers am 27. Juni im Studio »Fluntern«.]
- R.- [d. i. Rudolf Zipkes]: Else Lasker-Schüler-Abend. – Jg. 16, Nr. 763 vom 20. September 1933. S. 26. [Zur Lesung Else Lasker-Schülers am 18. September im Zürcher »Kramhofsaal« auf Einladung der »Vereinigung für soziale und kulturelle Arbeit im Judentum«.]
- R[aas], E[mil]: Else Lasker-Schüler in Bern. – Jg. 16, Nr. 771 vom 17. November 1933. S. 11. [Über eine Lesung, unter anderem aus »Der Prinz von Theben«.]
- S–tz.: Vortragsabend Else Lasker-Schüler. – Jg. 18, Nr. 837 vom 29. März 1935. S. 17. [Zur Lesung Else Lasker-Schülers bei der Zionistischen Ortsgruppe Zürich am 23. März, Augustin-Keller-Loge.]
- [Anonym:] Jüdische Dichter in deutscher Sprache. – Jg. 20, Nr. 924 vom 8. Januar 1937. S. 9. [Kurzbesprechung der 1936 erschienenen Anthologie »Die Ernte« mit Gedichten von Else Lasker-Schüler.]
- Jg. 20, Nr. 930 vom 19. Februar 1937. S. 8. – Redaktionelle Kurzmitteilung: Hinweis auf Neuerscheinungen im Verlag Oprecht, unter anderem »Das Hebräerland« von Else Lasker-Schüler (»Eindrücke einer Dichterin auf einer Reise durch Palästina«).
- Jg. 20, Nr. 932 vom 5. März 1937. S. 11. – Redaktionelle Kurzmitteilung: »Vortragsabend Else Lasker-Schüler« am 10. März in Zürich im Kramhofsaal. [»Man lasse sich diesen genußreichen Abend nicht entgehen.« Die Veranstaltung fand erst am 19. März statt.]
- Jg. 20, Nr. 934 vom 19. März 1937. S. 11. – Redaktionelle Kurzmitteilung: »Vorlesung Else Lasker-Schüler« am 19. März in Zürich im Kramhofsaal. [»Da die Dichterin Ende dieses Monats aus der Schweiz abreist, wird dieser Abend ihre Abschiedsvorstellung darstellen, ein Grund mehr, die Veranstaltung von Else Lasker-Schüler zu besuchen, deren Werke keiner weiteren Empfehlung bedürfen und die eine vorzügliche Interpretin ihrer eigenen Kunst ist.«]
- [Anonym:] Else Lasker-Schülers neuestes Werk »Das Hebräerland« erschienen. – Jg. 20, Nr. 938 vom 23. April 1937. S. 11 (»Das Blatt der jüdischen Frau«).
- Ben Chorin, Schalom: Brief an die Dichterin Else Lasker-Schüler. Zum Erscheinen ihres Buches »Das Hebräerland«. – Jg. 20, Nr. 942 vom 21. Mai 1937. S. 10.
- Eindrücke vom heutigen Palästina. Aus einer Unterredung mit Silvain S. Guggenheim, Vizepräsident des Keren Hajessod in der Schweiz. – Jg. 20, Nr. 944 vom 4. Juni 1937. S. 1f. [»Man hat kaum das Recht, wenn man erstmals während fünf Wochen versucht, das Wesen des neuen Landes zu erkennen, darüber zu schreiben oder gar darüber zu urteilen. (Außer man sieht mit Dichteraugen wie Else Lasker-Schüler.)«]
- Gottgetreu, Erich: Eine Dichterin im Hebräerland. – Jg. 20, Nr. 958 vom 17. September 1937. S. 11. [Über den zweiten Aufenthalt Else Lasker-Schülers in Jerusalem: Ausstellung ihrer Zeichnungen, Vortragsabend.]
- [Anonym:] Else Lasker-Schüler liest an einer Matinée in Zürich. – Jg. 21, Nr. 981 vom 4. März 1938. S. 12. [Erneut abgedruckt: Nr. 983 vom 18. März 1938. S. 12.] [Ankündigung einer Lesung am 20. März im »Studio Nord-Süd«. Die »Bewilligung zum einmaligen Auftreten im Cinema Nord-Süd« durch die Fremdenpolizei des Kantons Zürich (Stadtarchiv Zürich, Akten der Fremdenpolizei, V.E.c.45.A40783.1.3) war am 15. Februar erfolgt: »Wir haben Vormerk genommen, dass der vorgenannte Anlass im Laufe des Monat Februar 1938 erfolgen wird.«]
- [Anonym:] Matinée Else Lasker-Schüler. – Jg. 21, Nr. 985 vom 1. April 1938. S. 13. [Zur Lesung am 20. März: Lyrik und aus »Das Hebräerland«.]
- [Anonym:] Ausstellung Paul Lasker-Schüler. – Jg. 21, Nr. 1005 vom 16. September 1938. S. 14. [Im »Verein Künstlerhaus am Hirschengraben Zürich«.]
- Heider, Wolfgang Albert: Paul Lasker-Schüler. Ausstellung seiner Zeichnungen im Künstlerhaus Hirschengraben. – Jg. 21, Nr. 1006 vom 23. September 1938. S. 26.
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Israelitisches Wochenblatt für die Schweiz (Zürich)
Beiträge Else Lasker-Schülers
- Mein Volk (»Der Fels wird morsch«); Esther (»Esther ist schlank wie die Feldpalme«); An Gott (»Du wehrst den guten und den bösen Sternen nicht«). – Jg. 23, Nr. 49 vom 7. Dezember 1923. S. 1. [Redaktioneller Titel: »Else Lasker-Schüler zum Gruße«. Auf S. 3 Foto Else Lasker-Schülers, Flöte spielend (Frontispiz aus »Mein Herz«), beschriftet: »Else Lasker-Schüler. (Nach einem Phantasiegemälde).« Am 9. Dezember fand eine Lesung Else Lasker-Schülers in Zürich statt.]
- Mutter (»Ein weißer Stern singt ein Totenlied«); Mein Kind (»Mein Kind schreit auf um die Mitternacht«). – Jg. 23, Nr. 49 vom 7. Dezember 1923. S. 27.
- Ich liege wo am Wegrand übermattet (»Ich liege wo am Wegrand übermattet«) (WB, SG). – Jg. 35, Nr. 12 vom 22. März 1935. S. 11.
- Die Verscheuchte (»Es ist der Tag im Nebel völlig eingehüllt«). – Jg. 35, Nr. 15 vom 12. April 1935. S. 33.
- Gebet (»Ich suche allerlanden eine Stadt«). – Jg. 35, Nr. 16 vom 19. April 1935. S. 20.
- Meine Mutter (»War sie der große Engel«). – Jg. 37, Nr. 19 vom 7. Mai 1937. S. 22. [Der Text folgt dem Abdruck in »Die gesammelten Gedichte« (1919).]
- Mein Volk (»Mein Volk wird morsch«) (WB, SG). – Jg. 41, Nr. 42 vom 17. Oktober 1941. S. 11.
Beiträge über Else Lasker-Schüler
- [Anonym:] Else Lasker-Schüler, »Die gesammelten Gedichte«; Verlag der Weißen Bücher, Leipzig 1917. – Jg. 17, Nr. 49 vom 7. Dezember 1917. S. 20 (»Literatur«).
- M. M.: Wunderrabbi – Wunderelse. – Jg. 22, Nr. 9 vom 3. März 1922. S. 24. [Über »Der Wunderrabbiner von Barcelona«.]
- M.: Martin Buber und Else Lasker am Vortragstisch. – Jg. 23, Nr. 50 vom 14. Dezember 1923. S. 5. [Kurzbesprechung von Else Lasker-Schülers Lesung in Zürich am 9. Dezember in den Räumen der »Augustin Keller-Loge«: Else Lasker-Schüler »ist eine Dichterin, eine Seherin, eine Prophetin von jenem Typ, wie er durch die Seiten unserer heiligen Schrift hindurchschreitet, wie er durch die Geschichte der Griechen und anderer hochbegabter antiker Völker tobt. <...> Schade, daß der Besuch nicht größer war! Die wundersame Frau hätte eine größere Hörerschar haben sollen. Wer dort war, lauschte mit tiefer Ergriffenheit. Sie war schon des Besuches wert, der ›schwarze Schwan Israels‹.« Die Lesung war am 7. Dezember in einer redaktionellen Mitteilung des »Israelitischen Wochenblatts« (Nr. 49. S. 6) angekündigt worden: »Niemand versäume, die einzigartige Dichterin zu hören! (Die Räume der Augustin Keller-Loge sind im Uraniahaus, Uraniastraße 9.)«]
- [Anonym:] Nachklänge zum Else Lasker-Abend. – Jg. 23, Nr. 51 vom 21. Dezember 1923. S. 5. [Abdruck einer Besprechung der »Neuen Zürcher Zeitung« zu Else Lasker-Schülers Lesung in Zürich am 9. Dezember. In einer Nachbemerkung heißt es: Else Lasker-Schüler habe sich in Basel »bei ihrer Vorlesung in einem jüdischen Kreise [...] einige persönliche Unarten zuschulden kommen« lassen; »doch sind Gerüchte über gewisse Bemerkungen der Dichterin, die besonders böses Blut gemacht haben, nach besten Informationen irrig.« In Basel hatte Else Lasker-Schüler am 2. und 3. Dezember gelesen. Auf beide Lesungen war im »Israelitischen Wochenblatt« vom 30. November (Nr. 48. S. 6) in einer redaktionellen Notiz zu Veranstaltungen in Basel hingewiesen worden: Else Lasker-Schüler »besucht in den nächsten Tagen auch unsere Stadt, wo sie am 2. und 3. Dezember öffentlich vorliest und außerdem wahrscheinlich noch in privaten literarischen Kreisen vorträgt.« Am 2. Dezember, »am ersten Chanuka-Abend«, hatte sie bei der Basler Loge vorgetragen: Es sei »ein in jeder Hinsicht genußreicher Abend« gewesen, heißt es im »Israelitischen Wochenblatt« vom 14. Dezember (Nr. 50. S. 7).]
- Jg. 25, Nr. 40 vom 2. Oktober 1925. S. 7. – Zur Lesung in Zürich am 29. September. Foto Else Lasker-Schülers, Flöte spielend (Frontispiz aus »Mein Herz«), beschriftet: »Else Lasker-Schüler / die berühmte jüdische Dichterin, welche in Zürich aus eigenen Werken vorlas, in ihrer phantastischen Kleidung als ›Prinz von Theben‹.«
- [Anonym:] Kleistpreis 1932 für Else Lasker-Schüler. – Jg. 32, Nr. 47 vom 18. November 1932. S. 5.
- Lo. Rd.: Else Lasker-Schüler, Arthur Aronymus, die Geschichte meines Vaters. E. Rowohlt-Verlag, Berlin. – Jg. 33, Nr. 21 vom 26. Mai 1933. S. 34.
- [Anonym:] Zürich. Else Lasker-Schüler. – Jg. 33, Nr. 23 vom 9. Juni 1933. S. 8. [Kurzmeldung: »Else Lasker-Schüler hielt sich kürzlich einige Zeit in Zürich auf, wo sie regelmässig die Synagoge Löwenstrasse besuchte und sich begeistert über die Predigten und die Lernvorträge des Rabbiners äusserte. Da im Auslande, vor allem im Haag, Besorgnis über das Schicksal der grossen Dichterin herrschte, geben wir von ihrem hiesigen Aufenthalt Kenntnis.«]
- [Anonym:] Zürich. Else Lasker-Schüler. – Jg. 33, Nr. 25 vom 23. Juni 1933. S. 12. [Ankündigung einer Lesung Else Lasker-Schülers am 26. Juni im Studio »Fluntern«. Die Veranstaltung fand erst einen Tag später am 27. Juni statt.]
- Marx-Weinbaum, Magda: Else Lasker-Schüler. – Jg. 33, Nr. 27 vom 7. Juli 1933. S. 25. [Porträt-Zeichnung.]
- [Anonym:] Zürich. Else Lasker-Schüler-Abend. – Jg. 33, Nr. 37 vom 15. September 1933. S. 14. [Ankündigung einer Lesung Else Lasker-Schülers am 18. September im Zürcher »Kramhofsaal« auf Einladung der »Vereinigung für soziale und kulturelle Arbeit im Judentum«.]
- W. H. C.: Else Lasker-Schüler liest vor. – Jg. 35, Nr. 12 vom 22. März 1935. S. 11. [Ankündigung einer Lesung Else Lasker-Schülers bei der Zionistischen Ortsgruppe Zürich am 23. März, Augustin-Keller-Loge.]
- hew: Eine Dichterin erlebt Palästina. – Jg. 35, Nr. 13 vom 29. März 1935. S. 12. [Zur Lesung Else Lasker-Schülers in Zürich am 23. März.]
- Ben-Chorin, Schalom: Else Lasker-Schüler. – Jg. 36, Nr. 6 vom 7. Februar 1936. S. 23. [Gedicht: »Zum 60. Geburtstag (11. Februar)«.]
- [Anonym:] Elsa Lasker-Schülers Schauspiel. – Jg. 36, Nr. 51 vom 18. Dezember 1936. S. 13. [Ankündigung der Uraufführung von »Arthur Aronymus und seine Väter«.]
- [Anonym:] Die Zukunft der deutsch-jüdischen Literatur. – Jg. 36, Nr. 52 vom 25. Dezember 1936. S. 25. [Die Zeitschrift »Der Morgen. Monatsschrift der Juden in Deutschland« (Berlin) (Jg. 12, Nr. 6 vom September 1936) hatte eine Rundfrage zum Thema »Gegenwart und Zukunft der jüdischen Literatur« veranstaltet; Hinweis auf den Beitrag Else Lasker-Schülers.]
- Assindis: Arthur Aronymus und seine Väter. Zur Zürcher Uraufführung von Else Lasker-Schülers Bühnenspiel. – Jg. 36, Nr. 52 vom 25. Dezember 1936. S. 26.
- -r-: Else Lasker-Schülers Vorlesung. – Jg. 37, Nr. 13 vom 26. März 1937. S. 18. [Zur Lesung Else Lasker-Schülers in Zürich im Kramhofsaal am 19. März, unter anderem aus »Das Hebräerland«. Die Veranstaltung war am 19. März im »Israelitischen Wochenblatt« (Nr. 12. S. 22) angekündigt worden.]
- [Anonym:] Else Lasker-Schüler weggewiesen? – Jg. 37, Nr. 14 vom 2. April 1937. S. 11. [Zum Ablauf der Aufenthaltsbewilligung; Hinweis auf einen Bericht in der Prager »Selbstwehr«.]
- [Anonym:] Die Angelegenheit Lasker-Schüler. – Jg. 37, Nr. 15 vom 9. April 1937. S. 8. [Zum Ablauf der Aufenthaltsbewilligung.]
- [Anonym:] Das Hebräerland. Else Lasker-Schülers Palästinabuch erschienen. – Jg. 37, Nr. 16 vom 16. April 1937. S. 24. [Kurzbesprechung mit Textauszug. Zuvor war am 19. März im »Israelitischen Wochenblatt« (Nr. 12. S. 2) eine Verlagsanzeige erschienen.]
- -y.: »Das Hebräerland«. Else Lasker-Schülers Gabe zum Muttertag. – Jg. 37, Nr. 19 vom 7. Mai 1937. S. 3f.
- Jg. 37, Nr. 49 vom 3. Dezember 1937. S. 13. – Redaktionelle Kurzmitteilung: Else Lasker-Schüler liest bei der »Makkabäer-Feier« der »Zionistischen Ortsgruppe Zürich« am 5. Dezember »aus eigenen Werken«.
- [Anonym:] Else Lasker-Schüler liest aus eigenen Werken. – Jg. 38, Nr. 12 vom 25. März 1938. S. 19. [Zur Lesung in Zürich im »Studio Nord-Süd« am 20. März: Lyrik und aus »Das Hebräerland«. Die Veranstaltung war am 18. März im »Israelitischen Wochenblatt« (Nr. 11. S. 11) angekündigt worden. Die »Bewilligung zum einmaligen Auftreten im Cinema Nord-Süd« durch die Fremdenpolizei des Kantons Zürich (Stadtarchiv Zürich, Akten der Fremdenpolizei, V.E.c.45.A40783.1.3) war am 15. Februar erfolgt: »Wir haben Vormerk genommen, dass der vorgenannte Anlass im Laufe des Monat Februar 1938 erfolgen wird.«]
- [Anonym:] Zürich. Im Künstlerhaus. – Jg. 38, Nr. 36 vom 9. September 1938. S. 16. [Kurzbesprechung einer Ausstellung von Zeichnungen Paul Lasker-Schülers im »Verein Künstlerhaus am Hirschengraben Zürich«.]
- -i-: Else Lasker-Schüler am Vortragspult (Vereinigung für kulturelle Arbeit im Judentum). – Jg. 39, Nr. 12 vom 24. März 1939. S. 10f. [Die Lesung war am 10. März im »Israelitischen Wochenblatt« (Nr. 10. S. 24) angekündigt worden: »Else Lasker-Schüler gibt in der ›Vereinigung für soziale und kulturelle Arbeit im Judentum‹ am Mittwochabend (15. März) 8.15 Uhr eine Abschiedsvorlesung aus eigenen Werken, vor ihrer Abreise nach Palästina, im Zunfthaus zur Meise.« Auf S. 22 ein Inserat, in dem das Programm genannt wird, darunter »Ungedrucktes: Tagebuchzeilen (Abschied von Zürich)«.]
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Nachrufe im »Israelitischen Wochenblatt für die Schweiz«
- [Anonym:] Else Lasker-Schüler gestorben. – Jg. 45, Nr. 5 vom 2. Februar 1945. S. 25.
- [Anonym:] Elsa Lasker-Schüler s. A. – Jg. 45, Nr. 6 vom 9. Februar 1945. S. 25.
- Hofmann, Martha: Tot ist die Prinzessin von Theben! (In Memoriam Else Lasker-Schüler). – Jg. 45, Nr. 10 vom 9. März 1945. S. 28.
- Hofmann, Martha: Else Lasker-Schüler. Die orientalische Dichterin des Westens. – Jg. 45, Nr. 15 vom 13. April 1945. S. 3f. und Nr. 17 vom 27. April 1945. S. 3f.
Aus »Mein blaues Klavier«, Else Lasker-Schülers letztem Gedichtband, druckte das »Israelitische Wochenblatt« ab:
- Ich weiß (»Ich weiß, daß ich bald sterben muß«). – Jg. 45, Nr. 10 vom 9. März 1945. S. 28. [Mit dem Hinweis: »Else Laskers letztes Lied«.]
- Mein Herz ruht müde (»Mein Herz ruht müde«). – Jg. 45, Nr. 12 vom 23. März 1945. S. 33.
- Gebet (»Oh Gott, ich bin voll Traurigkeit«). – Jg. 45, Nr. 13 vom 29. März 1945. S. 31.
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Die Bibliographie wurde nach den Exemplaren beider Zeitungen im Besitz der Jewish National and University Library Jerusalem erstellt. Die Bestände dort weisen kleinere Lücken auf, ein Anspruch auf Vollständigkeit der Bibliographie kann nicht erhoben werden.
Karl Jürgen Skrodzki, Juni 1999. Aktualisiert am 12. Januar 2012.