Karl Jürgen Skrodzki
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Karl Jürgen Skrodzki, Lohmar
Else Lasker-Schüler. Beiträge zu Leben und Werk
Ein Verzeichnis für die Jahre 1903-1945
Aktualisiert: 7. Januar 2012.
1903
Braun, Lily: Die Lieder der neuen Frau. In: Die Zukunft (Berlin). Bd. 42, Heft vom 28. März 1903. S. 494-505. – S. 498: Hinweis auf Else Lasker-Schüler.
1904
Hille, Peter: Else Lasker-Schüler. In: Kampf. Zeitschrift für – gesunden Menschenverstand. N. F. Nr. 8 vom 26. März 1904. S. 238f.
Lublinski, S<amuel>: Die Bilanz der Moderne. Berlin: Siegfried Cronbach, 1904. – S. 167f.: Else Lasker-Schüler »ist durchaus Romantikerin im modernen Sinn. Sie symbolisiert nur ihr eigenes Innenleben und gelangt dabei ganz von selbst zur Farbe und zum malerischen Eindruck. <...> Ihre besondere Note erlangt sie, wenn sie zeitweilig alle Ängste von sich abschüttelt und ihre Sehnsucht und die Erfüllung dieser Sehnsucht in überirdisch zarten Traumvisionen ausspricht und vorwegnimmt. In solchen Augenblicken hat sie ein paar Gedichte geschaffen, die in bedeutender Weise die moderne Lyrik bereichern.«
1905
Der Welt-Spiegel. Illustrierte Halbwochen-Chronik des Berliner Tageblatts. Nr. 41 vom 21. Mai 1905:
»Die ›Modernen‹ an ihrem Stammtisch in einem Café des Westens.« Am Tisch rechts Else Lasker-Schüler und Herwarth Walden.
1909
Lublinski, Samuel: Der Ausgang der Moderne. Ein Buch der Opposition. Dresden: Carl Reissner, 1909. – S. 196: »Ich habe die wichtigsten Vertreter und Träger dieser besonderen lyrischen Gattung – ich nenne als die Stärksten unter ihnen Alfred Mombert, Else Lasker-Schüler und in gewissem Sinn auch Peter Altenberg – in meinem früheren Buch über die Moderne charakterisiert, und ich habe nichts zurückzunehmen, was ich über den persönlichen Wert jener Talente damals zu sagen hatte, wenn ich mich schliesslich auch gezwungen sah, über die Gattung als solche und über den Impressionismus überhaupt gründlich umzulernen.«
1911
Weiß, Richard: Else Lasker-Schüler. In: Die Fackel. Jg. 13, Nr. 321/322 vom 29. April 1911. S. 42-50.
Kraus, Karl: <Notizen.> In: Die Fackel. Jg. 13, Nr. 323 vom 18. Mai 1911. S. 11. – Karl Kraus berichtet: »Am dritten Leseabend (der, am 15. Mai, wieder vom Akademischen Verband für Literatur und Musik veranstaltet wurde) hat der Herausgeber der Fackel Dichtungen seiner Mitarbeiter und eigene Arbeiten vorgelesen. Das Programm hatte zwei Abteilungen: Else Lasker-Schüler: Sterndeuterei, Unser Kriegslied, Weltende, Die Stimme Edens, Meine Mutter, Ein alter Tibetteppich, Streiter; <...>. Der Ertrag der erfolgreichen Veranstaltung fiel den Dichtern Else Lasker-Schüler und Peter Altenberg zu.«
Drey, Arthur: Else Lasker-Schüler. In: Die Aktion. Jg. 1, Nr. 15 vom 29. Mai 1911. Spalte 461f. – Gedicht auf Else Lasker-Schüler.
1912
Schmidt-Rottluff, Karl: Der Prinz von Theben. <Zeichnung.> In: Der Sturm. Jg. 2, Nr. 95 vom Januar 1912. S. 759. – Else Lasker-Schüler nahm die Zeichnung 1912 in »Mein Herz« (S. 115) auf.
Kraus, Karl: Razzia auf Literarhistoriker. In: Die Fackel. Jg. 13, Nr. 345/346 vom 31. März 1912. S. 30-43. – S. 39f.: »Daß die bessere Literatur und die feineren Schapseln meinen Vorlesungen fern bleiben, ist erwünscht. Daß aber die bessere Literatur und die feineren Schapseln sich von dem Abend Else Lasker-Schülers absentiert haben, war mir persönlich zwar auch angenehm, aber verdient doch, bemerkt zu werden. Ich hatte die Absicht, eine Liste der Herren anzulegen, die ihr Fernbleiben im Gegensatz zu der Usance beim Concordiaball, nicht einmal entschuldigt hatten. Ein andermal tu’ ichs sicher. Ich werde kontrollieren, wie schlecht sich die Leute auch dann gegen die Kunst benehmen, wenn sie ihren Stoff nicht gerade aus ihrer Haut schneidet, wenn sie in Mondweite von ihrem Gewimmel lebt und ihnen nichts anderes getan hat, als daß sie eben Kunst ist. Da spielen sie nicht mit. Ich bin mir selbst schuld, weil ich ein Flegel bin. Zu mir werden sie nicht geladen, und werden es nie erleben, geladen zu werden. Ich lasse meinen Wert nicht bezifferern. Zu Else Lasker-Schülers Auftreten aber waren sie geladen. Sie mochten mit Recht befürchten, daß sie ihre Wunder erleben und ihre Überlegenheit verlernen könnten; und daß vor Musik und Bild einer Sprache ihnen jenes Hören und Sehen vergehen könnte, welches sie zur ferneren Erfüllung ihrer schundigen Pflicht noch dringend brauchen. Es konnte ja dahin kommen, daß sie, unvermögend, ihren Strobl, Ewers, Salten, Wert-, Auern- und Oppenheimer künftig noch gerecht zu werden, sich ein Leids antäten. Das wollten sie nicht. Vor der Kunst siegt der Selbsterhaltungstrieb. Sie beschlossen, ihre Karten verfallen zu lassen. Alles gerettet!« Else Lasker-Schüler hatte am 11. März in Wien auf Einladung des »Akademischen Verbands für Literatur und Musik« gelesen.
Hatvani, Paul: Vorlesung Else Lasker-Schüler. Wien am elften März 1912. In: Der Sturm. Jg. 3, Nr. 105 vom April 1912. S. 6. – Gedicht auf Else Lasker-Schüler. Zur Lesung in Wien am 11. März 1912.
Dallago, Carl: Karl Kraus, der Mensch. In: Der Brenner. Jg. 2, H. 24 vom 15. Mai 1912. S. 871-894. – Über das Verhältnis von Karl Kraus zu jüdischen Lesern und jüdischen Künstlern schreibt Carl Dallago (S. 879): »Richtig mag sein, daß Kraus im eigenen Volke im allgemeinen wenig Neigung erweckt, obwohl Fähigste darunter ihm anhängen. Eine ausgesprochene Überlegenheit wird von der Allgemeinheit der Zunächststehenden zumeist als störend empfunden. Trotzdem erschließt sich Kraus freudig jeder echten Begabung in seinem Volke, wenn sie ihn groß genug dünkt. Wie sorgsam hätschelt er nicht Peter Altenberg, wie verehrt er nicht Else Lasker-Schüler!«
Kraus, Karl: <Notizen.> In: Die Fackel. Jg. 14, Nr. 351/352/353 vom 21. Juni 1912. S. 53f. – »Ich halte Else Lasker-Schüler für eine große Dichterin. Ich halte alles, was um sie herum neugetönt wird, für eine Frechheit.«
W<alden>, H<erwarth>: Deutsche Dichter und Deutsche Richter. In: Der Sturm. Jg. 3, Nr. 119/120 vom Juli 1912 und Nr. 121/122 vom August 1912. S. 102-104 und S. 114f. – Über den unrechtmäßigen Nachdruck von Else Lasker-Schülers Gedicht »Leise sagen«.
1913
Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bearbeitet von Franz Brümmer. Sechste völlig neu bearbeitete und stark vermehrte Aufl. Siebenter Bd. Spillmann bis Wißmann. Leipzig: Philipp Reclam jun., 1913. – S. 312: Else Walden, »bekannt unter ihrem ersten Frauennamen Else Lasker-Schüler, wurde am 11. Februar 1876 in Elberfeld geboren, widmete sich seit ihrem 14. Jahre der Malerei und später auch der Dichtkunst. Sie lebt, seit 1908 mit dem Komponisten und Musikschriftsteller Herwarth Walden verheiratet, in Halensee bei Berlin.« Brümmer hatte mit Else Lasker-Schüler über den Lexikoneintrag korrespondiert. Zwei Briefe Else Lasker-Schülers sind abgedruckt in: Else Lasker-Schüler: Werke und Briefe. Kritische Ausgabe. Im Auftrag des Franz Rosenzweig-Zentrums der Hebräischen Universität Jerusalem, der Bergischen Universität Wuppertal und des Deutschen Literaturarchivs Marbach am Neckar hg. von Andreas B. Kilcher <ab Bd. 9>, Norbert Oellers, Heinz Rölleke und Itta Shedletzky. Bd. 6: Briefe. 1893-1913. Bearbeitet von Ulrike Marquardt. Frankfurt am Main 2003. S. 50 und 218.
Wied, Pauline Fürstin zu und Selma Lagerlöf, Richard Dehmel, Karl Kraus, Adolf Loos, Helene Fürstin Loutzo, Karin Michaelis, Peter Nansen, Walter Otto, Arnold Schönberg: <Spendenaufruf zugunsten Else Lasker-Schülers.> In: Die Fackel. Jg. 14, Nr. 366/367 vom 11. Januar 1913. Innenseite des hinteren Umschlags.
Moerner, Gerhard: Gedanken über Else Lasker-Schüler. In: Zeitung für Literatur, Kunst und Wissenschaft. Beilage des »Hamburgischen Correspondenten«. Jg. 36, Nr. 2 vom 19. Januar 1913. S. 10-12.
Wied, Pauline Fürstin zu und Selma Lagerlöf, Richard Dehmel, Karl Kraus, Adolf Loos, Helene Fürstin Loutzo, Karin Michaelis, Peter Nansen, Walter Otto, Arnold Schönberg: <Spendenaufruf zugunsten Else Lasker-Schülers.> In: Berliner Tageblatt. Jg. 42, Nr. 37 (Abend-Ausgabe) vom 21. Januar 1913.
Höllriegel, Arnold: Für Else Lasker-Schüler. In: Berliner Tageblatt. Jg. 42, Nr. 40 (Morgen-Ausgabe) vom 23. Januar 1913. – Polemische Stellungnahme zum Spendenaufruf für Else Lasker-Schüler.
Binder, Heinrich: Die bunte Woche. In: Krefelder Zeitung. Nr. 74 vom 26. Januar 1913. – Korrespondentenbericht aus Berlin; polemische Stellungnahme zum Spendenaufruf für Else Lasker-Schüler.
Zech, Paul: Else Lasker-Schüler. Eine Einführung in ihr dichterisches Werk. In: Der Zeitgeist (Beiblatt zum »Berliner Tageblatt«). Nr. 6 und 7 vom 10. und 17. Februar 1913 (Beiblatt zu Jg. 42, Nr. 73 und 86).
Kraus, Karl: <Notizen.> In: Die Fackel. Jg. 14, Nr. 370/371 vom 5. März 1913. S. 33. – Zum Spendenaufruf für Else Lasker-Schüler.
Bethge, Hans: Else Lasker-Schüler. In: Berliner Börsen-Courier. Jg. 45, Nr. 137 (Morgen-Ausgabe) vom 23. März 1913, 2. Beilage. S. 12.
Bethge, Hans: Die Dichterin Else Lasker-Schüler. In: Sozialistische Monatshefte (Berlin). Jg. 19, Bd. 1, H. 6 vom 27. März 1913. S. 362-364.
Wied, Pauline Fürstin zu und Selma Lagerlöf, Richard Dehmel, Karl Kraus, Adolf Loos, Helene Fürstin Loutzo, Karin Michaelis, Peter Nansen, Walter Otto, Arnold Schönberg: Ein Aufruf für Else-Lasker-Schüler. In: Die Freistatt. Jg. 1, Nr. 1 vom April 1913. S. 68f.
St<rauß>, L<udwig>: Für Else-Lasker-Schüler. In: Die Freistatt. Jg. 1, Nr. 1 vom April 1913. S. 69. – Stellungnahme zum Spendenaufruf für Else Lasker-Schüler.
<Anonym:> Else Lasker-Schüler. (Nach einer Aufnahme aus dem Atelier Bender, Elberfeld.) <Fotografie.> In: Saturn. Jg. 3, H. 4 vom April 1913. S. 101.
Holzer, Marie: Else Lasker-Schüler als Gast in Prag. In: Die Aktion. Jg. 3, Nr. 21 vom 21. Mai 1913. Spalte 525-527 (»Glossen«). – Zur Lesung Else Lasker-Schülers in Prag am 5. April. Eingeladen hatte der »Klub deutscher Künstlerinnen«.
Kanehl, Oskar: Auf die Lasker. In: Die Aktion. Jg. 3, Nr. 33 vom 16. August 1913. Spalte 787f. – Gedicht auf Else Lasker-Schüler. Dieses erschien auch im Oktober 1913 im »Wiecker Boten« und Anfang 1919 in »Der neue Frauenlob«.
Mercure de France (Paris). Jg. 24 (Bd. 105), Nr. 390 vom 16. September 1913. S. 445 (»L’Entr’aide en Allemagne«). – Zum Spendenaufruf für Else Lasker-Schüler.
Kanehl, Oskar: Auf die Lasker. In: Wiecker Bote (Greifswald). Jg. 1, H. 3 vom Oktober 1913. S. 10. – Gedicht auf Else Lasker-Schüler. Dieses erschien auch im August 1913 in der »Aktion« und Anfang 1919 in »Der neue Frauenlob«.
<Anonym:> Ein Kulturdokument. In: Geistiges Eigentum (Berlin). Jg. 10, H. 4 vom 15. November 1913. S. 56. – Zum Spendenaufruf für Else Lasker-Schüler.
Kraus, Karl: <Notizen.> In: Die Fackel. Jg. 15, Nr. 387/388 vom 17. November 1913. S. 23. – Zum Spendenaufruf für Else Lasker-Schüler.
Kraus, Karl: <Notizen.> In: Die Fackel. Jg. 15, Nr. 389/390 vom 15. Dezember 1913. S. 14-17. – Zum Spendenaufruf für Else Lasker-Schüler.
1914
Zech, Paul: Neue Frauenlyrik. In: Deutsches Literaturblatt. Jg. 4, Nr. 1 vom Januar 1914. S. 32-36. – »Der Mangel an durchgereiften Persönlichkeiten oder bedeutungsvollen Kämpferinnen macht sich erschreckend fühlbar. Sieht man von Else Lasker-Schüler ab, deren Namen man nicht ohne Gefahr, verprügelt zu werden, aussprechen darf, bleiben allenfalls noch <...>.«
Leonhard, Rudolf: Zwei Berliner Vortragsabende. In: Wiecker Bote (Greifswald). Jg. 1, H. 6 vom Februar 1914. S. 16. – Wohl zur Lesung Else Lasker-Schülers am 19. Januar in Berlin im Salon Cassirer schreibt Rudolf Leonhard: »Else Lasker-Schüler, die kindliche Hohepriesterin der blauen Himmel, las eigne Dichtungen. Neues und Altes aus den Zeitlosigkeiten, die sie hebräisch oder arabisch nennt, den Landschaften, die alle insgesamt ihr Herz heißen. Gesänge einer Mirjam aller Zeiten von den Bundesaltären, Strophen, teilhaftig der zweiten Schlichtheit, voll gelöster Symbole, von unvergänglichen Tränen; Worte seltsam spielerischer Klugheit vom Zwischenreich ihres Berliner Tages. Sie rechnet die Zeit nach den Sternen, und Gott ist ihr Gespiele; aber wer sie dies sprechen hört, fühlt, daß es schwer und schmerzend sein muß.«
Prinz Floridor: Else Lasker-Schüler. In: Neue Jugend. Eine Zeitschrift für moderne Kunst und jungen Geist (Berlin-Halensee). Jg. 1, H. 1 vom März 1914. S. 22f.
Heim, Johannes: Rhythmus. E. L. S. gewidmet. <Glosse.> In: Neue Jugend. Eine Zeitschrift für moderne Kunst und jungen Geist (Berlin-Halensee). Jg. 1, H. 2 vom April 1914. S. 11.
Dallago, Carl: Der Bildungsphilister als Geistesrichter. In: Der Brenner. Jg. 4, H. 16 vom 15. Mai 1914. S. 723-736. – Über Otto Ernst. S. 734f. zum Streit um Else Lasker-Schülers Gedicht »Leise sagen«.
1915
Senna Hoy <d. i. Johannes Holzmann>: Essay <1912>. In: Die Aktion. Jg. 5, Nr. 16/17 vom 17. April 1915. Spalte 193-199. – Über Else Lasker-Schüler.
1916
Edschmid, Kasimir: Der Bildhauer Fritz Huf. In: Die Rheinlande. Monatsschrift für deutsche Kunst und Dichtung. Jg. 16 (Bd. 26), H. 5 vom Mai 1916. S. 157-164. – S. 160: Erwähnung der von Fritz Huf geschaffenen Büste Else Lasker-Schülers.
Schmidtbonn, Wilhelm: Siehe, eine Dichterin! In: Berliner Tageblatt. Jg. 45, Nr. 529 (Morgen-Ausgabe) vom 15. Oktober 1916, 2. Beiblatt.
1917
Greiner, Leo: Else Lasker-Schüler. In: Die Schaubühne. Jg. 13, Bd. 2, Nr. 50 vom 13. Dezember 1917. S. 561-564.
Greiner, Leo: Else Lasker-Schüler. In: Berliner Börsen-Courier. Jg. 50, Nr. 582 (Morgen-Ausgabe) vom 13. Dezember 1917, Beilage. S. 5.
1918
Schwarz, Fritz: Schriftstellerkolonien. VII. Zürich. In: Das literarische Echo. Jg. 20, H. 11 vom 1. März 1918. Spalte 629-635. – Spalte 634 über Else Lasker-Schüler als Gast des Cafés »Terrasse« in Zürich.
<Anonym:> Ehrengaben des »Jungen Deutschland«. In: Berliner Tageblatt. Jg. 47, Nr. 112 (Morgen-Ausgabe) vom 2. März 1918. – Zur Ehrengabe der Gesellschaft »Das junge Deutschland« für Else Lasker-Schüler.
Vossische Zeitung (Berlin). Nr.112 (Morgen-Ausgabe) vom 2. März 1918. – Redaktionelle Kurzmitteilung: »Aus den Theatern«. Zur Ehrengabe der Gesellschaft »Das junge Deutschland« für Else Lasker-Schüler.
Tagger, Theodor <Pseudonym: Ferdinand Bruckner>: Gott betet. In: Der Anbruch (Wien). Jg. 1, H. 5 vom 17. April 1918. S. 6. – Über »Gott betet« von Mechtilde Lichnowskys. Darin heißt es: »E. Lasker-Schüler aber ist schon Mutter, den hilflosen Schönheiten des Lebens mütterlich beschirmend zugewandt. Vom Pathos der Verkünderin umstrahlt, tritt M. Lichnowsky an ihre Seite, nicht mehr beschirmend und ängstlich, sondern ernst und mit den Waffen in der Hand. Und während noch die Mutter betet, lässt schon die junge Schwester Gott oben das Gebet, und kommt ins Tal mit Händen, die nicht zögern werden.«
Reiß, Leo: Offener Brief der Redaktion an Alfred Bach. In: Der Mensch (Brünn). Jg. 1, H. 6/7 von Juni/Juli 1918. S. 94f. – Hinweis auf die Lyrik Else Lasker-Schülers: »Was uns Jungen die alte Beschaulichkeit hinterlassen, ist wenig und alles: der Rhythmus. Er tritt für die fehlende Musik der Laute ein, deren Zauberreiz sich uns heute nur noch in den schönsten Gedichten der Else Lasker-Schüler, Albert Ehrensteins und nur noch weniger anderer offenbart.«
Graetzer, Franz: Else Lasker-Schülers lyrisches Werk. In: Die Literarische Gesellschaft (Hamburg). Jg. 4 (1918), H. 9. S. 288-292.
Fischer, Max: Else Lasker-Schüler. In: Das literarische Echo. Jg. 21, H. 1 vom 1. Oktober 1918. Spalte 9-13.
Wiener, Meïr: Else Lasker-Schüler. In: Jerubbaal. Eine Zeitschrift der jüdischen Jugend (Berlin und Wien). Jg. 1 (1918/19). S. 293-302. – Zur Lyrik Else Lasker-Schülers.
1919
Kanehl, Oskar: Auf die Lasker-Schüler. In: Der neue Frauenlob. Hg. von Alfred Richard Meyer. Berlin-Wilmersdorf: A. R. Meyer <1919>. S. 13. – Gedicht auf Else Lasker-Schüler. Die Redaktion der Anthologie war »Ende Juli 1914« abgeschlossen, die Drucklegung erfolgte in den »Januar-Tagen 1919«. Das Gedicht war bereits 1913 in der »Aktion« und im »Wiecker Boten« erschienen.
Fischer, Max: Else Lasker-Schüler. In: Ernte. Hg. von Ernst Heilborn. (Jahrbuch der Halbmonatsschrift Das literarische Echo. Bd. 1.) Berlin 1919. S. 35-44.
<Anonym:> Verzeichnis der von der Gesellschaft der Künste in Köln in den Räumen des Kölnischen Kunstvereins ausgestellten Werke. In: Der Strom (Köln). Jg. 1919, Nr. 4. S. 27-32. – Aufgeführt werden vier Zeichnungen von Else Lasker-Schüler ohne Titel.
Die schöne Literatur. Beilage zum Literarischen Zentralblatt für Deutschland (Leipzig). Jg. 20, Nr. 13 vom 21. Juni 1919. Spalte 152 (»Verschiedenes«). – Hinweis auf eine Ehrengabe der Kölner Johannes Fastenrath-Stiftung für Else Lasker-Schüler.
Gliese, Rochus: Else Lasker-Schüler. <Lithographie.> In: Das junge Deutschland (Berlin). Jg. 2, Nr. 7 vom Juli 1919. Vor S. 171.
Höxter, John: Die Dichterin Else Lasker-Schüler. <Zeichnung.> In: Schlemiel. Jüdische Blätter für Humor und Kunst. Jg. 1919, Nr. 8. S. 119. – Auch abgedruckt in: Erster Almanach des Welt-Verlags. Berlin: Welt-Verlag, 1920. S. 13.
Schönwald, Erich: Else Lasker-Schüler. In: Wiener Mitteilungen aus dem Gebiete der Literatur, Kunst, Kartographie, Photographie. Jg. 31, Nr. 4 vom August 1919. S. 1-4.
Dr. S.: Von neuer deutscher Lyrik. In: Phaeton (Stuttgart-Cannstatt). Jg. 1, H. 7 vom Oktober 1919. S. 22-30. – S. 26f. über Else Lasker-Schüler.
Sternberg, Tobias: Claire Studer: Der gläserne Garten. <Rezension.> In: Aufschwung (Wien). Jg. 1 (1919), Nr. 9/10. S. 82 (»Bücher und Zeitschriften«). – Sternberg schreibt: »In einer Zeit, wo Emanzipation und Frauenbewegung die heiligsten Gefühle des Weibes zu ersticken drohen, müssen wir besonders warm auf drei wunderbare Erscheinungen blicken, die aus dem wirren Wirbel der Unvernunft und des Widersinnes hervorragen: Mechtilde Lychnowski, Else Lasker-Schüler und Claire Studer.« – Auch abgedruckt in: Die Zeit im Buch (Wien). Jg. 1, H. 1 vom Dezember 1919. S. 8f.
Meyer, Alfred Richard: Peter Baum zum Gedächtnis. In: Das neue Rheinland (M. Gladbach). Jg. 1, H. 1 vom November 1919. S. 30f. – Hinweis auf Else Lasker-Schüler: »In dem Buche ›Mein Herz‹ der Lasker-Schüler ist der ›Pitter‹ mehr als einmal apostrophiert und sogar ganz richtig, fabelhaft ähnlich mit dem Bleistift gezeichnet, daß man ihn niemals wieder vergäße, wenn man ihn nicht so gut persönlich gekannt hätte.«
H<oeflich>, E<ugen> <d. i. Moshe Ya’acov Ben-Gavriêl>: Else Lasker-Schüler. In: Esra. Eine jüdische Monatsschrift (Wien). Jg. 1, H. 7 vom Dezember 1919. S. 221f. – Zur Lyrik Else Lasker-Schülers.
1920
Twardowski, Hans Heinz <Heinrich> von: So – – –?! – – –?! In: Freie Deutsche Bühne. Jg. 1, Nr. 40 vom 30. Mai 1920. S. 946. – Über Else Lasker-Schüler und Annemarie Seidel.
P<edroso>, M<anuel>: Else Lasker Schüler. In: España. Semanario de la vida nacional (Madrid). Jg. 6, Nr. 270 vom 3. Juli 1920. S. 13. – Wahrscheinlich in der zweiten Julihälfte 1920 schrieb Else Lasker-Schüler an Albert Ehrenstein: »Also ich grüße Sie und tausend Dank für herrliche spanische Zeitung. Wollen Sie Jussuf einen Gefallen tun? Aber, bitte wie ich Sie bitte? Nicht ein Wort dazu – nein? Senden Sie Signore Paolo Pedrazzini Locarno (Tessin) (Südschweiz) Via delli Palme eine Nummer mit der Kritik. ja? Aber das Leninbild Gründe halber heraus nehmen und den Leninartikel bitte ja?« (Else Lasker-Schüler: Werke und Briefe. Kritische Ausgabe. Im Auftrag des Franz Rosenzweig-Zentrums der Hebräischen Universität Jerusalem, der Bergischen Universität Wuppertal und des Deutschen Literaturarchivs Marbach am Neckar hg. von Andreas B. Kilcher <ab Bd. 9>, Norbert Oellers, Heinz Rölleke und Itta Shedletzky. Bd. 7: Briefe. 1914-1924. Bearbeitet von Karl Jürgen Skrodzki. Frankfurt am Main 2004. S. 189.) Der Beitrag über Lenin mit einer Zeichnung, einem Porträt Lenins als Redner, war auf S. 8 erschienen.
Kulka, Georg: Der Götze des Lachens. In: Die Gefährten (Wien und Leipzig). Jg. 3 (1920), H. 7. S. I-VIII. – Über Karl Kraus. Auf S. IV Hinweis auf die Lyrik Else Lasker-Schülers: »Else Lasker-Schüler ist zu Gast in den Himmeln des ganzen Morgenlandes, in ›jungen‹ und ›zärtlichen‹, in ›seinen‹, in ›deinen‹ und in ›allen‹ Himmeln – in meinen wohnte sie nie. ›So viele Himmel rinnen in den Tag‹, stand als ein Vers vom Schlachtfeld am 9. Februar 1918 in der ›Aktion‹: damals haben ein Baum und viele Flugbahnen meine Himmel durchkreuzt, doch nicht die Gedichte der Lasker-Schüler meine Höllen.«
Edschmid, Kasimir: Die doppelköpfige Nymphe. Aufsätze über die Literatur und die Gegenwart. Berlin: Paul Cassirer, 1920. – S. 139: »Nur die Lasker-Schüler, auf Mondsicheln fahrend, ist frei. Sie ist die bedeutendste Dichterin des jüdischen Volkes seit Jahrhunderten. Weib und Geist der Rasse sammeln sich unmittelbar in ihr, fast über der Erde. Asien ist mächtig aufgewacht. Sie steht dicht neben dem hohen Lied, keine irdische Passion, die sie hemmt. Wahrscheinlich ist sie durch einen Irrtum einige tausend Jahre zu spät in die Körperlichkeit geraten. Sie hat das Blutfunkeln, was auch Planetengeleucht sein kann, und der Geruch ihrer Gedichte und ihrer Prosa ist von den dumpfen und schönen Uranfängen der Menschheit. Sie trägt frei und königlich das, worum die anderen unten sehr verzweifelt streiten. Manchmal scheint es, sie lächle über diese Bemühung.«
Herzfelde, Wieland: Tragigrotesken der Nacht. Träume. Berlin: Malik-Verlag, 1920. – »Das Begräbnis Alfred Lichtensteins (Frühjahr 1914)«: »Dann sind wir an einem flachen Ufer des Rheines. Auf feuchten Wiesen wächst niedriges Weidengebüsch. Dort begraben wir Alfred Lichtenstein. Wenig Leute: Else Lasker-Schüler, Pfempfert, mein Bruder, ich und einige, die ich nicht kenne.« (S. 23.) »Strenge aus Leipzig! (August 1919)«: »Mit zwei Freundinnen sitze ich im Theater nach erfolgreichem Streit mit dem Portier, der uns nicht ohne Karten hereinlassen wollte. Es wird Else Lasker-Schülers ›Wupper‹ aufgeführt. / ›Die Wupper‹ ist jedoch verfilmt und das bedaure ich, da meine beiden Freundinnen nun ununterbrochen weiterreden können.« (S. 80.)
1921
Blunck, Richard: Else Lasker-Schüler. In: Kündung (Hamburg). Folge 1, H. 11/12 von November/Dezember 1921. S. 149. – Gedicht auf Else Lasker-Schüler.
1922
Wiener, Meïr: Else Lasker-Schüler. In: Juden in der deutschen Literatur. Essays über zeitgenössische Schriftsteller. Hg. von Gustav Krojanker. Berlin: Welt-Verlag, 1922. S. 179-192.
Jacob-Loewenson, Alice: In den Sprachen beten, / Die wie Harfen eingeschnitten sind. Ueber die jüdische Dichterin Else Lasker-Schüler. In: Jüdische Rundschau (Berlin). Jg. 27, Nr. 75 vom 22. September 1922. S. 509.
1923
Fischer, Heinrich: Else Lasker-Schüler. In: Die Weltbühne (Charlottenburg). Jg. 19, Erstes Halbjahr, Nr. 17 vom 26. April 1923. S. 479. – Gedicht auf Else Lasker-Schüler.
Szittya, Emil: Das Kuriositäten-Kabinett. Begegnungen mit seltsamen Begebenheiten, Landstreichern, Verbrechern, Artisten, religiös Wahnsinnigen, sexuellen Merkwürdigkeiten, Sozialdemokraten, Syndikalisten, Kommunisten, Anarchisten, Politikern und Künstlern. Konstanz: See-Verlag, 1923. – S. 245-266: »Bei Prinzessin Tino von Bagdad«. Über das Café des Westens in Berlin.
1924
Monelli, Paolo: Jussùf. In: La Stampa (Torino). Nr. 9 vom 10. Januar 1924. S. 3.
Fischer, Max: Else Lasker-Schüler. In: Vossische Zeitung (Berlin). Nr. 259 (I. Sonntags-Ausgabe) vom 1. Juni 1924, 4. Beilage: Literarische Umschau.
1925
Schmidtbonn, Wilhelm: Die unerschrockene Insel. Sommerbuch aus Hiddensee. München: Drei Masken Verlag, 1925. – Widmung: »Meiner Else Lasker-Schüler«. S. 47-49: »Siehe, eine Dichterin!« (überarbeitete Fassung des Beitrags aus dem »Berliner Tageblatt« vom 15. Oktober 1916).
Scholte, Henrik: Else Lasker-Schüler. In: Nieuwe Rotterdamsche Courant. Jg. 82, Nr. 135 vom 16. Mai 1925, Avondblad A. S. 5f. – Würdigung des Gesamtwerkes. Eine für den 23. Mai geplante Lesung in Amsterdam wurde wegen einer Erkrankung Else Lasker-Schülers zunächst auf den 6. Juni, dann auf unbestimmte Zeit verschoben. Vgl. <Anonym:> Else Lasker-Schüler. In: Het Vaderland (’s-Gravenhage) (Jg. 57) vom 20. Mai 1925, Avondblad A. S. 3 (»Laatste Berichten«); <Anonym:> Else Lasker Schüler. In: Het Vaderland (’s-Gravenhage) (Jg. 57) vom 7. Juni 1925, Ochtendblad A. S. 3 (»Laatste Berichten«).
Scholte, Henrik: Else Lasker-Schüler. In: Het Vaderland (’s-Gravenhage) (Jg. 57) vom 19. Mai 1925, Avondblad C. S. 1. – Würdigung des Gesamtwerkes aus Anlaß der geplanten Lesung in Amsterdam.
Zech, Paul: Die neuere rheinische Dichtung und ihre Geltung in der Weltliteratur. In: Die Glocke (Berlin). Jg. 11, Nr. 15 vom 11. Juli 1925. S. 463-468. – S. 465f. Erwähnung Else Lasker-Schülers.
v. M. <d. i. Hans Adalbert von Maltzahn>: Antisemitismus bei den deutschen Kolonisten Brasiliens. Ein Brief des Redakteurs der »Blumenauer Zeitung«. In: Abwehr-Blätter. Mitteilungen aus dem Verein zur Abwehr des Antisemitismus (Berlin). Jg. 35, Nr. 13/14 vom 20. Juli 1925. S. 58f. – Darin heißt es: »Die Juden sind nach Meinung der dortigen Antisemiten die verderblichen Erfinder des Sozialismus und des Bolschewismus. <...> Weder Rathenau noch Einstein, weder Max Reinhardt noch Else Lasker-Schüler haben auf ihren Gebieten auch nur das Geringste geleistet!!«
Zech, Paul: Die neuere rheinische Dichtung und ihre Geltung in der Weltliteratur. In: Rheinland. Geschichte und Landschaft, Kultur und Wirtschaft der Rheinprovinz. Bearbeitet und hg. von Paul Wentzcke und Hans Arthur Lux. Düsseldorf: Deutsche Kunst- und Verlagsanstalt, 1925. S. 281-288. – S. 285f. Erwähnung Else Lasker-Schülers.
Franck, Hans: Else Lasker-Schüler. In: Frankfurter Zeitung und Handelsblatt. Jg. 70, Nr. 709 (Zweites Morgenblatt) vom 23. September 1925. S. 1.
1926
Bourfeind, Paul: Else Lasker-Schüler (zum 50. Geburtstag der Dichterin am 11. Februar). In: Rheinischer Beobachter (Berlin). Jg. 5, Nr. 2 vom 15. Januar 1926. S. 26f.
Reber, Charles: La mort de Paul Cassirer. In: Les Nouvelles Littéraires (Paris). Jg. 5, Nr. 170 vom 16. Januar 1926. S. 6 (»La Vie Littéraire et Artistique en Province et à l’Etranger«). – Nachruf. Hinweis auf die Gesamtausgabe der Werke Else Lasker-Schülers.
Zweig, Arnold: Else Lasker-Schüler fünfzig Jahre. In: Jüdische Rundschau (Berlin). Jg. 31, Nr. 11 vom 9. Februar 1926. S. 80.
Bourfeind, Paul: Else Lasker-Schüler. Zum 50. Geburtstag der Dichterin am 11. Februar 1926. In: Rheinische Heimatblätter (Koblenz). Jg. 1926, Nr. 2 (Februar). S. 66.
Hoffmann, Camill: Für Else Lasker-Schüler. In: Das Kunstblatt (Potsdam). Jg. 10 (1926), H. 2 <Februar>. S. 88.
Wittner, Doris: Der schwarze Schwan Israels. Else Lasker-Schüler zum 50. Geburtstag, 11. Februar 1926. In: Jüdisch-liberale Zeitung (Berlin). Jg. 6, Nr. 6 vom 5. Februar 1926.
Guillemin, Bernard: Else Lasker-Schüler. Zu ihrem 50. Geburtstag. In: Berliner Börsen-Courier. Jg. 58, Nr. 68 (Abend-Ausgabe) vom 10. Februar 1926. S. 2.
Oschilewski, Walther G.: Else Lasker-Schüler. Zu ihrem heutigen 50. Geburtstag. In: Vorwärts (Berlin). Jg. 43, Nr. 69 (Morgenausgabe) vom 11. Februar 1926, <Beilage:> Unterhaltung und Wissen.
J<acobs>, M<onty>: Else Lasker-Schüler. Zum 50. Geburtstag. In: Vossische Zeitung (Berlin). Nr. 71 (Abend-Ausgabe) vom 11. Februar 1926.
J<acobs>, M<onty>: Else-Lasker-Schüler. Zum 50. Geburtstag. In: Vossische Zeitung (Berlin). Nr. 37 (Post-Ausgabe) vom 12. Februar 1926, <Beilage:> Das Unterhaltungsblatt Nr. 36.
Hildenbrandt, Fred: Liebe Else Lasker-Schüler! In: Berliner Tageblatt. Jg. 55, Nr. 72 (Morgen-Ausgabe) vom 12. Februar 1926.
Blaß, Ernst: Else Lasker-Schüler zum 50. Geburtstag. In: Die literarische Welt (Berlin). Jg. 2, Nr. 7 vom 12. Februar 1926. S. 2.
Wille, Hansjürgen: Eine Dichterin. Zu Else Lasker-Schülers 50. Geburtstag. In: Germania (Berlin). Jg. 56, Nr. 73 (Morgenausgabe) vom 13. Februar 1926.
Reber, Charles: Le cinquantième anniversaire de Else Lasker-Schüler. In: Les Nouvelles Littéraires (Paris). Jg. 5, Nr. 176 vom 27. Februar 1926. S. 6 (»La Vie Littéraire et Artistique en Province et à l’Etranger«).
a. m. <d. i. Artur Michel>: Else-Lasker-Schüler-Feier. In: Vossische Zeitung (Berlin). Nr. 99 (Abend-Ausgabe) vom 27. Februar 1926. – Über eine Feier im Kleinen Theater.
Brauer, Elise: Else Lasker-Schüler. In: Die Frau. Jg. 33, H. 6 vom März 1926. S. 350-355.
Morold, Ruth: Nachtfeier: Else Lasker-Schüler. In: Jüdische Rundschau (Berlin). Jg. 31, Nr. 18 vom 5. März 1926. S. 134. – Über eine Feier im Café des Westens.
Lenzen, Hans Lorenz: Else Lasker-Schüler. In: Orplid. Literarische Monatsschrift in Sonderheften (M. Gladbach und Köln). Jg. 3 (1926-1927), H. 4 <vom Juli 1926>. S. 67-70.
<Anonym:> Else Lasker-Schüler. Jugendbildnis. <Fotografie.> In: Der Querschnitt. Jg. 6, H. 10 vom Oktober 1926. S. 775.
Löwy, Josef: Bei Else Lasker-Schüler. Ein Interview von J. L., München. (Aus dem Jiddischen von Arnold Goldberg.) In: Das jüdische Echo (München). Jg. 13, Nr. 44 vom 29. Oktober 1926. S. 701-703.
<Anonym:> Tage des Keren Kajemeth. In: Jüdische Zeitung für Ostdeutschland (Breslau). Jg. 3, Nr. 49 vom 3. Dezember 1926 (»Aus den Gemeinden«). – Bericht über den Festakt zum fünfundzwanzigjährigen Bestehen des Keren Kajemet in Breslau am 27. und 28. November. Am Schluß heißt es: »Auf mehrfache Anfragen teilen wir mit, daß zunächst nicht bekannt war, aus welchem Grunde die Dichterin Else Lasker-Schüler ihr Erscheinen am Festball des Keren Kajemeth abgesagt hatte. Nunmehr haben wir durch Freunde erfahren, daß sie durch schwere Erkrankung ihres Sohnes gezwungen war, mit diesem nach der Schweiz zu fahren. Die nachträgliche Rechtfertigung des Fernbleibens der Dichterin erfüllt uns wegen des Grundes mit aufrichtigem Bedauern.«
Oschilewski, Walther G.: Drei Frauen. Ina Seidel – Paula Ludwig – Else Lasker-Schüler. In: Der Fischzug. Jg. 1, H. 5/6 vom 31. Dezember 1926. S. 21.
1927
Kraus, Karl: Der Reim. In: Die Fackel. Jg. 29, Nr. 757/758 vom April 1927. S. 1-37. – Zu Else Lasker-Schüler S. 34-36.
Hermann, Georg: Passanten. In: Vossische Zeitung (Berlin). Nr. 406 (Sonntags-Ausgabe) vom 28. August 1927, <Beilage:> Das Unterhaltungsblatt Nr. 201 und zugleich Nr. 206 (Post-Ausgabe) vom 28. August 1927, <Beilage:> Das Unterhaltungsblatt Nr. 201. – Über das alte »Café des Westens« in Berlin, Erwähnung Else Lasker-Schülers.
Brion, Marcel: Else Lasker-Schüler, Prince de Thèbes. In: La Revue Européenne (Paris). NS, Nr. 10 vom 15. Oktober 1927. S. 375-379.
Mühsam, Erich: Boheme. In: Vossische Zeitung (Berlin). Nr. 514 (Sonntags-Ausgabe) vom 30. Oktober 1927, <Beilage:> Das Unterhaltungsblatt Nr. 255 und zugleich Nr. 260 (Post-Ausgabe) vom 30. Oktober 1927, <Beilage:> Das Unterhaltungsblatt Nr. 255. – Charakterisierung Else Lasker-Schülers: »die geniale, ihrer ungebändigten Eruptivität halber spießerhaft belächelte Else Lasker-Schüler«.
<Schönberg, Karl:> Ein Verleger für Else Lasker-Schüler wird gesucht. In: Berliner Tageblatt. Jg. 56, Nr. 519 (Abend-Ausgabe) vom 2. November 1927. – Schönbergs Aufruf wurde anonym als Zuschrift mit einem redaktionellen Zusatz veröffentlicht.
<Schönberg, Karl:> Else Lasker-Schüler sucht einen Verleger. In: Vossische Zeitung (Berlin). Nr. 519 (Abend-Ausgabe) vom 2. November 1927. – Redaktionelle Kurzmitteilung, in der Schönbergs Aufruf zitiert wird.
Schönberg, Karl: Ein Verleger für Else Lasker-Schüler wird gesucht. In: Die Weltbühne (Charlottenburg). Jg. 23, Zweites Halbjahr, Nr. 45 vom 8. November 1927. S. 731. – Gedruckt in der Rubrik »Antworten« mit einer redaktionellen Nachbemerkung.
Schönberg, Karl: Ein Verleger für Else Lasker-Schüler wird gesucht. In: Der Querschnitt. Jg. 7, H. 12 vom Dezember 1927. S. 961.
Mühsam, Erich: Junge Generation. In: Vossische Zeitung (Berlin). Nr. 585 (Sonntags-Ausgabe) vom 11. Dezember 1927, <Beilage:> Das Unterhaltungsblatt Nr. 290 – Charakterisierung Else Lasker-Schülers: »glühte die Dichtung der Lasker-Schüler von dem Feuer orientalischer Phantasie«.
1928
Lipmann, Heinz: Else Lasker-Schüler. In: Für die Frau. (Beilage der »Frankfurter Zeitung« für Mode und Gesellschaft.) Jg. 3, Nr. 1 vom 22. Januar 1928. S. 8.
Dolbin, <Benedikt Fred>: Else Lasker-Schüler. <Zeichnung.> In: Der Querschnitt. Jg. 8, H. 3 vom März 1928. S. 151.
Brion, Marcel: Else Lasker-Schüler. In: Revue d’Allemagne (Paris). Jg. 2, Nr. 9 vom Juli 1928. S. 11-18.
Stuckenschmidt, H<ans> H<einz>: Aktualität und Ewigkeit. In: Vossische Zeitung (Berlin). Nr. 425 (Morgen-Ausgabe) vom 8. September 1928, <Beilage:> Das Unterhaltungsblatt Nr. 211. – Darin heißt es: »Betrachten wir die Texte einiger moderner Lieder. Sie stammen im besten Falle von Stefan George, Else Lasker-Schüler, Rainer Maria Rilke, August Stramm und Georg Trakl. Sie haben oft viel dichterische Kultur (mehr im allgemeinen als die von Reger oder Strauß), aber jede Beziehung zu den erschütternden Ereignissen der Gegenwart fehlt ihnen vollkommen.«
Kraus, Karl: Der größte Schriftsteller im ganzen Land. In: Die Fackel. Jg. 30, Nr. 795-799 von Anfang Dezember 1928. S. 52-104. – S. 89f.: Hinweis, daß Karl Schönbergs Aufruf »Ein Verleger für Else Lasker-Schüler wird gesucht« im »Berliner Tageblatt« um einen Satz gekürzt sei, in dem Schönberg auf die Parteinahme von Karl Kraus für die Dichterin hinweise.
Zweig, Arnold: Else Lasker-Schüler. Wesen und Leben einer Dichterin. In: Uhu (Berlin). Jg. 5, H. 3 vom Dezember 1928. S. 74-77.
1929
Lt., R. <d. i. Rose Liebrecht>: <Else Lasker-Schüler.> In: Jüdisches Lexikon. Ein enzyklopädisches Handbuch des jüdischen Wissens in vier Bänden. <...>. Bd. 3: Ib-Ma. Berlin: Jüdischer Verlag, 1929. Spalte 982f. – Else Lasker-Schüler »war erst mit dem Arzt Berthold Lasker verheiratet, später mit Herwarth Walden, dem Hrsg. des ›Sturm‹, der in der radikalen Kunstbewegung Berlins eine Rolle spielte. Wichtiger für ihre Kunst aber war die Kameradschaft mit Peter Hille, dem Dichter und berühmten Bohemien. Ihm hat sie in vielen ihrer Geschichten und in ihren Gedichten gehuldigt. In der Lyrik der L. gibt es merkwürdige Momente einer echten dichterischen Kraft, die, ekstatisch und visionär, farbenblühende Bilder verschiedenster Zonen zu einem neuen Sinnbild zusammenflicht. Eine Verwandtschaft dieser Lyrik mit der Art des großen j. Lyrikers Alfred Mombert ist oft nicht zu verkennen; ihr Stil stammt wie der Momberts von den j. Propheten. In ihren ›Hebräischen Balladen‹ bekennt sich die L. inbrünstig zu ihrem j. Volkstum und dichtet einzelne mythische Szenen der Bibel mit geistesverwandter Kraft in heutige Gefühlssprache um. In dem Drama ›Die Wupper‹ findet sie starke soziale Akzente. Einen phantastischen j. Stoff behandelt auch ihr Märchen ›Der Wunderrabbiner von Barcelona‹ sowie einige andere ihrer Geschichten. <...> Die L. bezeichnet sich selbst als ›Prinz von Theben‹, als orientalisches phantastisches Wesen, das die Schranken des abendländischen Rationalismus nicht kennt.«
1930
Köppen, Edlef: <Antwort auf eine Rundfrage: »Die Vernachlässigten«.> In: Die Lebenden. Flugblätter (Berlin). 3. Reihe, Nr. 1/2 vom Februar 1930. – Erwähnung Else Lasker-Schülers.
1931
Wittner, Doris: Jüdische Frauen als Denkerinnen und Dichterinnen. (Zum Tag des Buches, 22. März 1931.) In: Freie jüdische Monatsschau (Berlin). Jg. 1, H. 1 vom März 1931. S. 28-33. – Kurzer Hinweis auf Else Lasker-Schüler: In ihr manifestiere sich »die dichterische Sendung der heutigen jüdischen Frau«.
Suhrkamp, Peter: Die Künstlerin. In: Vossische Zeitung (Berlin). Nr. 378 (Morgen-Ausgabe) vom 13. August 1931, <Beilage:> Unterhaltungsblatt Nr. 187. – Darin heißt es: »Unter den vielen kunstschaffenden Frauen der Gegenwart gibt es einzelne hervorragende, die durch eine spezifisch weibliche Eigenart, durch Unmittelbarkeit, Offenheit und Eigenwilligkeit, die stellenweise kindhaft anmutet, oder durch ein dunkles, oft schweres Instinktverhaftetsein, durch das ein Rest von Nichtkönnen noch ausdrucksvoll wird, im Kunstschaffen der Gegenwart durchaus Rang und einen eigenen Platz behaupten. In der Malerei sind es Marie Laurencin und Paula Becker-Modersohn, in der Plastik Renée Sintenis. In der Dichtung Ricarda Huch, Else Lasker-Schüler, die Colette, Virginia Woolf und Mechthild Lichnowsky, unter den Schauspielerinnen die Bergner und unter den Tänzerinnen die Wigman.«
Pilavachi, Margret: Else Lasker-Schüler. In: Illustration juive. Revue trimestrielle (Alexandria). Jg. 3, Nr. 12 vom Dezember 1931. S. 28f. – Die Zeitschrift war von David Prato gegründet worden.
1932
Herrmann-Neisse, Max: Kleine Bestandsaufnahme heutiger deutscher Lyrik. In: Der weiße Rabe (Berlin). Nr. 1 vom 15. Oktober 1932. S. 3f. – Erwähnung Else Lasker-Schülers.
<Anonym:> Kleistpreis an Billinger und Else Lasker-Schüler. In: Berliner Börsen-Courier. Jg. 65, Nr. 530 (Abend-Ausgabe) vom 11. November 1932.
<Anonym:> Die Kleistpreisträger 1932. Richard Billinger und Else Lasker-Schüler. In: Deutsche Allgemeine Zeitung (Berlin). Jg. 71, Nr. 532 (Freitag Abend) vom 11. November 1932.
J<acobs>, M<onty>: Der Kleistpreis. In: Vossische Zeitung (Berlin). Nr. 542 (Abend-Ausgabe) vom 11. November 1932, <Beilage:> Unterhaltungsblatt Nr. 314.
er.: Die übliche Zweiteilung. Der Kleistpreis auch für Else Lasker-Schüler. In: Deutsche Zeitung (Berlin). Jg. 37, Nr. 267a (Morgenausgabe) vom 12. November 1932.
P<ankok>, H<ulda>: <Die Kleistpreisträger 1932.> In: Der Mittag (Düsseldorf). Jg. 13, Nr. 267 vom 15./16. November 1932, <Beilage:> Das geistige Leben. – Zwei Beiträge mit dem gemeinsamen Titel »Die Kleistpreisträger 1932«. Der Beitrag über Richard Billinger ist mit »E.« gezeichnet.
<Anonym:> Kleistpreis 1932 für Else Lasker-Schüler. In: Israelitisches Wochenblatt für die Schweiz (Zürich). Jg. 32, Nr. 47 vom 18. November 1932. S. 5.
<Anonym:> Kleistpreis 1932 für Else Lasker-Schüler. In: Jüdische Presszentrale Zürich. Jg. 15, Nr. 721 vom 18. November 1932. S. 11.
S.: »Die Tochter eines Beduinenscheichs« erhält den Kleistpreis! In: Völkischer Beobachter (München). Jg. 45, 323. Ausgabe (Reichsausgabe) vom 18. November 1932, 2. Beiblatt.
Finkelstein, Z<ygmunt> F<öbus>: Else Lasker-Schüler. Aus dem Zyklus: »Jüdische Schattenbilder«. In: Die Stimme. Jüdische Zeitung (Wien). Jg. 5, Nr. 254 vom 18. November 1932. S. 5.
Engel, Fritz: Else Lasker-Schüler. In: C. V.-Zeitung (Berlin). Jg. 11, Nr. 48 vom 25. November 1932. S. 485f. – Zur Verleihung des Kleistpreises.
1933
The Manchester Guardian. Nr. 27058 vom 30. Mai 1933. S. 10. – »Our London Correspondence. London, Monday Night. By Private Wire«. Im Abschnitt, betitelt »Other Disappearances«, heißt es: »The greatest, perhaps, of modern German poetesses, Elsa Lasker Schüler, a Jewess, has also disappeared.« Am 6. Juni 1933 schrieb Else Lasker-Schüler an Kurt Ittmann: »Im Manchester Guardians soll ich gesucht werden, sagte mir eben eine nette Apothekerin Vielleicht bin ich nicht zu finden mehr.« (Else Lasker-Schüler: Werke und Briefe. Kritische Ausgabe. Im Auftrag des Franz Rosenzweig-Zentrums der Hebräischen Universität Jerusalem, der Bergischen Universität Wuppertal und des Deutschen Literaturarchivs Marbach am Neckar hg. von Andreas B. Kilcher <ab Bd. 9>, Norbert Oellers, Heinz Rölleke und Itta Shedletzky. Bd. 7: Briefe. 1933-1936. Bearbeitet von Karl Jürgen Skrodzki. Frankfurt am Main 2008. S. 22.)
<Anonym:> Jewish Poetess Missing in Reich. Else Lasker-Schuler and Others Have Disappeared Without a Trace, British Paper Reports. In: The New York Times. Jg. 82, Nr. 27521 vom 31. Mai 1933. S. 8. – »LONDON, May 30 (Jewish Telegraphic Agency). – The Jewish poetess Else Lasker-Schüler is among the German Jews who have disappeared without a trace. The Manchester Guardian reports. / <...> / Germany’s leading literary critics have acclaimed Else Lasker-Schüler as the outstanding poetess of her time. The Kleist prize was awarded to her last Winter for her sixteenth published work, a prose narrative with a Westphalian background. Her lyrics, described as music that is robust, passionate and often vigorously beautiful, are held to have defied adequate translation into English.«
<Anonym:> German Poet is Safe. Else Lasker Schuler, Reported Missing, is Located in Zurich. In: The New York Times. Jg. 82, Nr. 27522 vom 1. Juni 1933. S. 6. – »Else Lasker Schüler, the poet, one of a number of prominent German Jews reported to have disappeared without a trace, is alive and safe at Zurich, Switzerland, Dr. Samuel Margoshes, editor-in-chief of the Jewish newspaper The Day, said yesterday. A Jewish Telegraph Agency dispatch in THE NEW YORK TIMES yesterday had quoted a report of The Manchester Guardian listing her among the missing. / Dr. Margoshes said he had received a letter from the Poet at Zurich a few days ago, stating that she had ›run away from the holocaust‹ and was destitute but perfectly safe. He added that she had offered her poetry for publication in The Day and he had written to her to send some of it.«
<Anonym:> Wat Duitschland verloor. Op het gebied der moderne Letterkunde. In: Nieuwsblad van het Noorden (Groningen). Jg. 46, Nr. 177 vom 29. Juli 1933, Blatt 2. S. 5 (»Kunst en Wetenschap«). – »Onder de vervaardigers van de expressionistische werken, welke voor een groot deel een reactie op de toestanden gedurende den wereldoorlog vormden, namen ook de Joden een belangrijke plaats in. Onder hen waren Carl Sternheim, Else Lasker-Schüler, en Hasenclever.«
<Anonym:> Wat Duitschland verliest. Bijdrage der Joden aan de moderne Duitsche letterkunde. In: Nieuw Israelietisch Weekblad (Amsterdam). Jg. 69, Nr. 14 vom 11. August 1933. S. 3. – Der Beitrag war zuvor im »Nieuwsblad van het Noorden« erschienen.
1934
Maltzahn, Hans-Adalbert v.: Boire à la source. In: Das Blaue Heft (Wien, Paris). Jg. 13, Nr. 11 vom 1. Januar 1934. S. 349 (»Neue Bücher«). – Besprechung des gleichnamigen Buches von Jules Supervielle. Darin heißt es: »In seinem Verhältnis zu Menschen und Tieren erinnert mich Supervielle stets wieder an Franz Marc, den Schöpfer der ›Blauen Pferde‹, und an Else Lasker-Schüler, und eine solche Assoziation gehört – selbst in einer Zeit, wo Wotans Micky Maus in Deutschlands Kunstbetrieb regiert, – zu den ruhmvollsten, in die man einen heute in deutscher Sprache noch allzu unbekannten Dichter situieren kann.«
The Palestine Post (Jerusalem). Jg. 10, Nr. 5962 vom 12. April 1934. S. 5 (»Social and Personal«). – Notiz: »The German-Jewish poet, Mrs. Elsa Lasker Schiller is at present in Jerusalem on her first visit to Palestine.«
1935
Der Internationale Schriftstellerkongress. Das Programm der Veranstaltungen. In: Pariser Tageblatt. Jg. 3, Nr. 554 vom 19. Juni 1935. S. 3. – Vom 21. bis zum 25. Juni fand in Paris der »Internationale Schriftstellerkongress zur Verteidigung der Kultur« statt. Unter den »weiteren Teilnehmern« wird auch Else Lasker-Schüler erwähnt, die allerdings abgesagt hatte.
1936
Perl, Walter: Else Lasker-Schüler. Zum 60. Geburtstag. In: Jüdischer Kulturbund Berlin. Monatsblätter. Jg. 4, H. 2 vom Februar 1936. S. 3f.
Galliner, Ali: Der »schwarze Schwan Israels«. Zum 60. Geburtstag Else Lasker-Schülers am 11. Februar 1936. In: Jüdische Allgemeine Zeitung (Berlin). Jg. 16, Nr. 6 vom 5. Februar 1936, Beilage.
Pinthus, Kurt: Die innigste Hebräerin. Zu Else Lasker-Schülers 60. Geburtstag. In: C. V.-Zeitung (Berlin). Jg. 15, Nr. 6 vom 6. Februar 1936. 4. Beiblatt.
Ben-Chorin, Schalom: Else Lasker-Schüler. Zum 60. Geburtstag (11. Februar). <Gedicht.> In: Israelitisches Wochenblatt für die Schweiz (Zürich). Jg. 36, Nr. 6 vom 7. Februar 1936. S. 23.
K<orrodi>, E<duard>: Vom deutschen Literaturschicksal. In: Neue Zürcher Zeitung. Jg. 157, Nr. 220 (Morgenausgabe) vom 8. Februar 1936, Blatt 1. – Antwort auf einen offenen Brief Thomas Manns, der am 3. Februar in der »Neuen Zürcher Zeitung« (Jg. 157, Nr. 193 [Abendausgabe], Blatt 7) erschienen war und in dem Thomas Mann zu Korrodis Aufsatz »Deutsche Literatur im Emigrantenspiegel« in der »Neuen Zürcher Zeitung« vom 26. Januar (Jg. 157, Nr. 143 [Zweite Sonntagausgabe], Blatt 5) Stellung nimmt. Thomas Mann bemängelt unter anderem, daß Korrodi nicht auf die Bedeutung Else Lasker-Schülers hingewiesen habe. In seiner Replik macht Korrodi deutlich, daß »Else Lasker-Schülers Gedichte kein ›Fall‹ der deutschen Lyrik <...>, sondern je und je ein morgenländisches Gastgeschenk« seien.
Wolfenstein, Alfred: Else Lasker-Schüler. Zu ihrem 60. Geburtstag am 11. Februar. In: Jüdische Rundschau (Berlin). Jg. 41, Nr. 12 vom 11. Februar 1936. S. 4.
G. H.: Else Lasker-Schüler. In: Gemeindeblatt der Jüdischen Gemeinde zu Berlin. Jg. 26, Nr. 8 vom 23. Februar 1936. S. 15.
Milbauer, J.: Une grande poétesse juive. Mme Else Lasker-Schüler. A l’occasion de son 60e anniversaire. In: L’Univers Israélite (Paris). Jg. 91, Nr. 39 vom 19. Juni 1936. S. 617.
1937
<Anonym:> »Degenerate Art«. In: The Manchester Guardian. Nr. 28362 vom 12. August 1937. S. 8. – »The official exhibition of ›degenerate Art‹ in Munich, to which reference was recently made in our columns, pillories some of the very best of modern German painters. <...> Franz Marc was one of the founders of German ›Expressionism.‹ He was killed in the war. He never reached artistic maturity, and most of his work remained experimental. But his little water-colours (painted on postcards at the front and addressed to the German poetess Else Lasker-Schueler) are masterpieces of colour and magic insight into animal forms and movements. <...>.«
– C.: Listener’s Corner. In: The Palestine Post (Jerusalem). Jg. 13, Nr. 3356 vom 18. August 1937. S. 4. – »A sympathetic and obviously sincere account of the well-known German-Jewish writer Mrs. Else Lasker-Schueller who is at present on a visit to Jerusalem, was given us on the P. B. S. last night by Mr. Lubrani. / Mr. Lubrani spoke of her ›Hebrew Ballads‹, in which the Jewish consciousness of Mrs. Lasker-Schueller manifested itself so strikingly. In concluding, he told us something of the writer’s life, in which a striking parallel to her works is contained.« P. B. S.: Palestine Broadcasting Service.
Gottgetreu, Erich: Eine Dichterin im Hebräerland. In: Jüdische Presszentrale Zürich. Jg. 20, Nr. 958 vom 17. September 1937. S. 11. – Über den zweiten Aufenthalt Else Lasker-Schülers in Jerusalem: Ausstellung ihrer Zeichnungen, Vortragsabend.
1938
<Anonym:> Außerordentliche Frauen unserer Zeit. Else Lasker-Schüler und das »romanische Café«. In: Prager Abendzeitung. <Jg. 63,> Nr. 154 vom 9. Juli 1938. S. 3.
Neue Zürcher Zeitung. Jg. 159, Nr. 1720 (Abendausgabe) vom 30. September 1938, Blatt 5. – »Deutschland. 184 Ausbürgerungen«. Redaktionelle Notiz, daß der »Reichsanzeiger eine neue umfangreiche Liste von Ausbürgerungen« veröffentlicht habe: »Unter ihnen befindet sich der Schriftsteller Walter Hasenclever und die Schriftstellerin Else Lasker-Schüler.«
1939
Pem’s Privat-Berichte (London). Nr. 155 vom 19. April 1939. S. 21. – Notiz: »Else Lasker-Schüler z. Z. in Jerusalem.«
Pem’s Privat-Berichte (London). Nr. 168 vom 19. Juli 1939. S. 47. – Notiz: »Else Lasker-Schüler las in Palästina aus eigenen Dichtungen.«
Mann, Erika und Klaus: Escape to Life. Boston: Houghton Mifflin Company, and Cambridge (Mass.): The Riverside Press, 1939. – S. 217-219 über Else Lasker-Schüler.
1941
Aufbau (New York). Jg. 7, Nr. 5 vom 31. Januar 1941. S. 10 (»Musikalische Welt«). – Notiz: »Der österreichische Komponist Max Brand, dessen Oper ›Maschinist Hopkins‹ über 40 Opernbühnen ging, hat das Schicksal der Juden in Europa auch in seinem künstlerischen Schaffen erlebt. Das Oratorium ›Die Vertreibung‹ liegt jetzt vollendet vor. Unter anderen Manuscripten befinden sich ›Hebräische Balladen‹ zu Dichtungen von Else Lasker-Schüler«.
Wolfenstein, Alfred: Else Lasker-Schüler. Zu ihrem 65. Geburtstag am 11. Februar. In: Jüdische Wochenschau / La Semana Israelita (Buenos Aires). Jg. 2, Nr. 44 vom 21. Februar 1941. S. 8.
1942
Aufbau (New York). Jg. 8, Nr. 14 vom 3. April 1942. S. 14 (»Briefkasten«). – Notiz: »O. M., Boston: Else Lasker-Schüler streift durch Jerusalem.«
1943
Sternfeld, W<ilhelm>: Deutsche Schriftsteller in Palästina. In: Die Zeitung (London). Jg. 3, Nr. 339 vom 3. September 1943. S. 9. – Notiz: »Die Kleist-Preis-Trägerin Else Lasker Schüler lebt, seitdem sie von Zürich her eingewandert ist, in Jerusalem. Von ihr sind zwei Gedichtbände ›Das Hebräerland‹ und ›Mein blaues Klavier‹ sowie ein Drama ›Ich und Ich‹ erschienen.«
1944
Zech, Paul: Die deutsche Stimme: Else Lasker-Schüler. In: Deutsche Blätter (Santiago de Chile). Bd. 2 (1944), H. 9/10. S. 31.
1945
Neuste Nachrichten vom 23. Januar 1945.
The Palestine Post (Jerusalem). Jg. 20, Nr. 5695 vom 19. Januar 1945. S. 2 (»Social & Personal«). – Notiz: »Mrs. Else Lasker-Schueler, the well-known poetess, is lying seriously ill in the Hadassah Hospital, Jerusalem.«
A. E.: Death of Well-Known Poet in Jerusalem. Else Lasker-Schueler. In: The Palestine Post (Jerusalem). Jg. 20, Nr. 5698 vom 23. Januar 1945. S. 3. – Nachruf.
<Anonym:> Else Lasker-Schüler. In: Neuste Nachrichten. Jedioth Chadashoth (Tel-Aviv). Jg. 7, Nr. 2366 vom 23. Januar 1945. – Nachruf.
The New York Times. Jg. 94, Nr. 31776 vom 23. Januar 1945. S. 19. – »JERUSALEM, Jan. 22 (AP) – Else Lasker Schueler, well-known poet, died today at the age of 60. / Else Lasker Schueler fled from Germany in 1933, and made her way through Switzerland to Palestine.«
Chicago Daily Tribune. Jg. 104, Nr. 20 vom 23. Januar 1945. S. 10 (»Obituaries«). – »JERUSALEM, Palestine, Jan. 22 (AP). – Else Lasker-Schueler, 60, poet, died today.«
<Anonym:> Else Lasker-Schüler. In: Yedioth Hayom (Tel-Aviv). Jg. 7, Nr. 166 vom 24. Januar 1945. – Nachruf. »Else Lasker-Schüler war seit langem der jüdischen Wiedergeburt unserer Zeit verbunden und hatte viele jüdische Sujets in ihren Dichtungen behandelt.«
<Anonym:> Poetess Buried on Mount of Olives. In: The Palestine Post (Jerusalem). Jg. 20, Nr. 5699 vom 24. Januar 1945. S. 3. – Über die Beerdigung Else Lasker-Schülers am 23. Januar.
Jacob, P. Walter: Else Lasker-Schüler. In: Argentinisches Tageblatt (Buenos Aires). Jg. 57, Nr. 17676 vom 25. Januar 1945. S. 8. – Nachruf mit Abdruck der Gedichte »Die Liebe« (Es rauscht durch unseren Schlaf) und »Ich weiß ...«.
<Anonym:> Else Lasker-Schüler. In: Mitteilungsblatt. Irgun Olej Merkas Europa (Tel-Aviv). Jg. 9, Nr. 4 vom 26. Januar 1945. S. 1 und 4. – Über die letzten Lebensjahre in Jerusalem und die Beerdigung, am Schluß Abdruck des Gedichts »Ich weiß ...«. Auf S. 4 das Gedicht »Mein Volk«, deutsch und hebräisch, sowie Auszüge aus Zuschriften von Franz Goldstein (Frango) und Werner Kraft.
G<eorge>, M<anfred>: Else Lasker-Schüler. In: Aufbau (New York). Jg. 11, Nr. 4 vom 26. Januar 1945. S. 5. – Nachruf. Enthält Abdruck der Schlußverse von »Das Hebräerland«.
Jacob, P. Walter: Else Lasker-Schüler. In: Jüdische Wochenschau / La Semana Israelita (Buenos Aires). Jg. 5, Nr. 267 vom 30. Januar 1945. S. 3 (»Literatur und Kunst«). – Nachruf mit Abdruck der Gedichte »An Gott«, »Mein Volk« und »Meiner Mutter«. Ausführlich über die Gedichtsammlung »Mein blaues Klavier«.
Dr. W. Y. <d. i. Wolfgang Yourgrau>: »Ich bin der letzte Soldat Gottes« ... Zum Tode von Else Lasker-Schüler. In: Yedioth Hayom (Tel-Aviv). Jg. 7, Nr. 174 vom 2. Februar 1945. S. 6.
Dolbin, B<enedikt> F<red>: Die Dichterin Else Lasker-Schüler. <Zeichnung.> In: Aufbau (New York). Jg. 11, Nr. 5 vom 2. Februar 1945. S. 9.
R<ychner>, M<ax>: Else Lasker-Schüler. In: Die Tat (Zürich). Jg. 10, Nr. 47 vom 17./18. Februar 1945. S. 7.
M<ihaly>, J<o> <d. i. Elfriede Steckel>: Else Lasker-Schüler. In: Über die Grenzen. Von Flüchtlingen für Flüchtlinge. Nr. 5 (Sondernummer) von Ende Februar 1945. S. 11. – Nachruf mit Abdruck des Gedichtes »An meine Freunde«.
Mayer, Paul: Else Lasker-Schüler. In: Freies Deutschland (Mexico). Jg. 4, Nr. 4 vom März 1945. S. 27.
Stern, Gerson: In Memoriam. In: Mitteilungsblatt. Alija Chadascha (Tel-Aviv). Jg. 9, Nr. 10 vom 9. März 1945. S. 6. – Über eine Else Lasker-Schüler-Ausstellung und eine Gedenkveranstaltung in Jerusalem.
F<ischer>, G<rete>: Eine Prophetin. In: Die Zeitung. Londoner deutsches Wochenblatt. Jg. 5, Nr. 422 vom 6. April 1945. S. 6.
Fischer, Heinrich: Der Prinz von Theben. In: Die Zeitung. Londoner deutsches Wochenblatt. Jg. 5, Nr. 422 vom 6. April 1945. S. 6.
Ball-Hennings, Emmy: Die Dichterin Else Lasker-Schüler. In: Schweizer Rundschau. N. F. Jg. 45, H. 3 vom Juni 1945. S. 225-229. – Nachruf.
Vogel, Manfred: Else Lasker-Schüler, ein Gedenkblatt. Tel-Aviv: Edition »Refta«, 1945.