Karl Jürgen Skrodzki

Homepage

Inhalt

 Vita

 Veröffentlichungen

 Else Lasker-Schüler

 Kalender 1700-2050

 Auvergne

 De Haan

 Hautes-Alpes

 Île de Ré

 Route des Crêtes

 Kontakt

 Inhaltsübersicht

 Druckversion

Copyright © 2003-2012

Karl Jürgen Skrodzki, Lohmar

Die Bücher von Else Lasker-Schüler. Mit Hinweisen zur zeitgenössischen Rezeption

Aktualisiert: 12. Januar 2012.

Styx. Gedichte. Berlin: Axel Juncker, 1902.

Lublinski, S<amuel>: Gedichte von Else Lasker-Schüler. In: Ost und West. Illustrierte Monatsschrift für modernes Judentum. Jg. 1, H. 12 vom Dezember 1901. Spalte 931f.

Remer, Paul: Neue Frauendichtung. II. Die Suchenden. In: Der Tag (Berlin). Nr. 181 vom 19. April 1902, Illustrierte Unterhaltungs-Beilage.

Regener, Edgar Alfred: Styx. Gedichte von Else Lasker-Schüler. In: Das litterarische Echo. Jg. 4, H. 24 vom September 1902. Spalte 1719f.

P. B.: Gegensätze. Zwei Gedichtbücher. Aus Petrarcas Sonettenschatz. Freie Nachdichtungen von J. Kohler. Berlin, Georg Reimer. – Styx. Gedichte von Else Lasker-Schüler. Berlin, Axel Junker. In: Berliner Tageblatt. Jg. 31, Nr. 633 (Abend-Ausgabe) vom 13. Dezember 1902, 1. Beiblatt.

Mühsam, Erich: Die jüngste deutsche Frauenlyrik. In: Der Volkserzieher (Berlin). Jg. 7, Nr. 12 vom 7. Juni 1903. S. 91f. – Über »Styx« von Else Lasker-Schüler, »Gedichte« (1903) von Margarete Beutler und »Im Bilde« (1902) von Hedwig Lachmann.

* * *

Der siebente Tag. Gedichte. Berlin: Verlag des Vereins für Kunst, Amelangsche Buchhandlung, 1905.

Lublinski, Samuel: Der siebente Tag. Gedichte von Else Lasker-Schüler. (Verlag des Vereins für Kunst.) In: Kampf. Zeitschrift für – gesunden Menschenverstand. N. F. Nr. 20 vom 3. März 1905. S. 591f.

Remer, Paul: Neue Frauendichtung. In: Das literarische Echo. Jg. 8, H. 13 vom 1. April 1906. Spalte 927-932.

* * *

Das Peter Hille-Buch. Stuttgart und Berlin: Axel Juncker (1906).

Mühsam, Erich: Das Peter Hille-Buch von Else Lasker-Schüler. In: Das Blaubuch. Jg. 1, Nr. 27 vom 12. Juli 1906. S. 1081f.

Dohm, Hedwig: Ein Peter-Hille-Buch. In: Der Tag (Berlin). Erster Teil: Illustrierte Zeitung. Nr. 357 (Ausgabe A) vom 17. Juli 1906.

Rubiner, Ludwig: Das Peter Hille-Buch. In: Die Gegenwart. Jg. 35, Bd. 70, Nr. 41 vom 13. Oktober 1906. S. 233-235.

Blümner, Rudolf: Das Peter Hille-Buch. In: Berliner Tageblatt. Jg. 35, Nr. 632 (Morgen-Ausgabe) vom 13. Dezember 1906.

Zschorlich, Paul: <Frauenerzählungen.> In: Die schöne Literatur. Beilage zum Literarischen Zentralblatt für Deutschland (Leipzig). Jg. 8, Nr. 13 vom 22. Juni 1907. Spalte 211-213.

Leppin, Paul: Das Peter Hille-Buch. In: Deutsche Arbeit. Monatschrift für das geistige Leben der Deutschen in Böhmen (Prag). Jg. 8, H. 6 vom März 1909. S. 460.

* * *

Die Nächte Tino von Bagdads. Berlin, Stuttgart, Leipzig: Axel Juncker (1907). – Eingelegt in das Buch ist folgendes Korrekturblatt: »Druckfehler-Berichtigung: / Die Gedichte auf S. 43: Aber ich finde ... und auf S. 47: Ich glaube wir ... – sind selbständig und nur irrtümlich nicht durch den Druck und im Inhaltsverzeichnis als solche bezeichnet.«

Soergel, Albert: Aphorismen, Skizzen und Verwandtes. In: Die schöne Literatur. Beilage zum Literarischen Zentralblatt für Deutschland (Leipzig). Jg. 8, Nr. 25 vom 7. Dezember 1907. Spalte 414-417.

Oesterheld, Erich: Die Prinzessin von Bagdad. In: Das Magazin. Monatsschrift für Literatur, Musik, Kunst und Kultur. Jg. 77, H. 5 vom Februar 1908. S. 93f.

Bethge, Hans: Die Nächte Tino von Bagdads. Von Else Lasker-Schüler. In: Das literarische Echo. Jg. 10, H. 13 vom 1. April 1908. Spalte 959.

* * *

Die Wupper. Schauspiel in 5 Aufzügen. Berlin: Oesterheld & Co, 1909.

Blümner, Rudolf: Die Wupper. In: Das Theater (Berlin). Jg. 1, H. 6 (1909, November II). S. 128f.

Blümner, Rudolf: Else Lasker-Schüler. Die Wupper. In: Der Demokrat. Wochenschrift für freiheitliche Politik, Kunst und Wissenschaft (Berlin). Jg. 2, Nr. 18 vom 27. April 1910, Beilage. – Der Beitrag war zuerst im November 1909 in »Das Theater« erschienen.

Kurtz, Rudolf: Appell an ehrliebende Theaterdirektoren. In: Pan (Berlin). Jg. 2, Nr. 4 vom 16. November 1911. S. 126-128.

Jhering <Ihering>, Herbert: Die Wupper. In: Die Schaubühne. Jg. 9, Bd. 2, Nr. 28/29 vom 17. Juli 1913. S. 702-705.

* * *

Meine Wunder. Gedichte. Karlsruhe und Leipzig: Dreililien-Verlag, 1911. – Das Buch erschien Anfang April 1911. Eine Verlagsanzeige ist abgedruckt in der »Fackel« vom 31. März (Einband: 1. April) 1911 (Jg. 12, Nr. 319/320) auf der Innenseite des vorderen Einbandblattes.

Zech, Paul: Die Wunder der Else Lasker-Schüler. In: Saturn. Jg. 2, H. 6 vom Juni 1912. S. 109f.

* * *

Mein Herz. Ein Liebesroman mit Bildern und wirklich lebenden Menschen. München und Berlin: Heinrich F. S. Bachmair, 1912. – Das Buch erschien im November 1912. Verlagsanzeigen sind abgedruckt im »Sturm« vom Oktober 1912 (Jg. 3, Nr. 131. S. 180: »Das Buch erscheint Ende Oktober«) und in der »Fackel« vom 12. Dezember 1912 (Jg. 14, Nr. 363/364/365) auf der Innenseite des vorderen Einbandblattes (»Soeben erschienen«).

Ruest, Anselm: Else Lasker-Schüler, Mein Herz. In: Die Bücherei Maiandros. Eine Zeitschrift von 60 zu 60 Tagen (Berlin-Wilmersdorf). Buch 3 vom 1. Februar 1913, Beiblatt. S. 3.

Scher, Peter: Das Herz der Else Lasker-Schüler. In: Der Sturm. Jg. 3, Nr. 148/149 vom Februar 1913. S. 273f.

Zech, Paul: Mein Herz. Ein Liebesroman mit Bildern und wirklichen, lebenden Menschen. Von Else Lasker-Schüler. Verlag von F. S. Bachmair, München und Berlin. In: März. Eine Wochenschrift (München). Jg. 7, Bd. 1, H. 10 vom 8. März 1913. S. 377f.

<Anonym:> Else Lasker-Schüler: Mein Herz. In: Deutsches Literaturblatt. Jg. 3, Nr. 4 vom 1. April 1913. S. 12.

Hammer, Fritz: Else Lasker-Schüler: Mein Herz. In: Deutsches Literaturblatt. Jg. 3, Nr. 5 vom 1. Mai 1913. S. 11.

Blaß, Ernst: Kritische Symphonie. In: Die Aktion. Jg. 3, Nr. 23 vom 4. Juni 1913. Spalte 577-581. – Spalte 579f. über »Mein Herz«: »So. – Von Else Lasker-Schüler erschien der Roman ›Mein Herz‹ welcher Personen, Bilder, Orientphantasien, Menschenträume, Abklänge und das Undeutlichste primitiver Liebeswallungen bis auf Greifnähe herbeirückt. Fabelhaft. Ein Buch von ungeheurer Anwesenheit. Geisterhaftes hat einen Leib. Es wird nicht nur sinnlich ausgedrückt, es hat wirklich für diese Dichterin und durch sie Greifbarkeit. Sie ist weniger eine Entrückerin als eine Herbeirückerin. / Noch der Tod und das Körperlose hat eine bunte Gegenwart für diese Frau. / Wenn ich einen Vergleich ziehen soll: Else Lasker-Schüler ist eine Zungentänzerin, Rilke ein Bauchredner. / Ist sie vegetativ? Wer wäre es, alles in allem, nicht! Ich meine: dies soll nicht als Einwand angebracht werden von Personen, die gelegentlich falsche Gedanken schlecht formulieren. Ein Wesen, wie die Lasker-Schüler nimmt mehr und Tieferes vom Erdenleben mit, als es die meisten tun, die mit sabbrigen Begriffen operieren, sich überlegen fühlen. Sie nimmt nicht nur Buntes der Oberfläche wahr und kann es darstellen, als eine Künstlerin –: sie hat seelische Erlebnisse, von deren Wert für die Gewinnung geistigen Lands einem Engkopf nichts schwanen würde, wenn er auf Begriffe Gezognes würdigt. / (Die Schönheit mal gar nicht in Rechnung gestellt.) Das Wesen der Frau (diese Frau ist eine Repräsentantin) liegt mehr im Gärenden, im Gewollten, im begriffslos Angestrebten. In nebelhafteren, dennoch durchgeistigteren Bezirken – gegenüber den schwächeren Begriffsköpfen. / Siehe das oben beim Trottelbuch Gesagte. / Wer einfach sagt, ›Die Frau‹ sei stumpfsinnig, ist flacher als die meisten Frauen. / Ist diese Art Frau vegetativ, so ist diese Art Mann (mit ihrem Wissen) kreatürlicher.«

Klabund: Das Herz der Lasker. In: Revolution (München). Nr. 1 vom 15. Oktober 1913.

* * *

Hebräische Balladen. Berlin-Wilmersdorf: A. R. Meyer, 1913.

L<autensack>, H<einrich>: Hebräische Balladen von Else Lasker-Schüler. In: Die Bücherei Maiandros. Eine Zeitschrift von 60 zu 60 Tagen (Berlin-Wilmersdorf). Buch 2 vom 1. Dezember 1912, Beiblatt. S. 10.

Rauscher, Ulrich: Neue Lyrik. In: Frankfurter Zeitung und Handelsblatt. Jg. 57, Nr. 353 (Erstes Morgenblatt) vom 21. Dezember 1912. S. 1f.

Stieve, Friedrich: Neue Lyrische Flugblätter. In: Deutsches Literaturblatt. Jg. 3, Nr. 2 vom 1. Februar 1913. S. 11. – Besprechung von Else Lasker-Schülers »Hebräischen Balladen« und Marinettis »Futuristischen Dichtungen«.

G<eiger>, L<udwig>: Hebräische Balladen von Else Lasker-Schüler. In: Allgemeine Zeitung des Judentums (Berlin). Jg. 77, Nr. 18 vom 2. Mai 1913. S. 215 (»Literarische Mitteilungen«).

W<alden>, H<erwarth>: Die um Goethe. In: Der Sturm. Jg. 4, Nr. 162/163 vom Mai 1913. S. 34f. – Zur Kritik Ludwig Geigers an den »Hebräischen Balladen«: »Er hat Goethe so oft herausgegeben, daß nicht das kleinste Gedicht dieses Autors in seinem Kopfe blieb. Warum beschäftigen sich Geheime Regierungsräte, vom Staat dafür bezahlt, das ganze Leben mit Goethe, wenn sie nicht das geringste Empfinden für Kunst haben. Der Staat bezahlt doch auch für andere Leistungen und sogar besser. Was nützt der unverstandene Goethe in der Westentasche, wenn man Januar 1913 Gedichte der Lasker-Schüler für ödes Wortgeklingel abbespricht. Goethe kann man leider vom Einleiten nicht mehr freihalten. Von unsern großen zeitgenössischen Autoren will ich diese Herren jedoch lebhaft ableiten.«

Meister, Hermann: Neue lyrische Flugblätter. In: Saturn. Jg. 3, H. 5 vom Mai 1913. S. 144-146. – Über »Hebräische Balladen« von Else Lasker-Schüler, »Das schwarze Revier« von Paul Zech, »Frauen« von Robert R. Schmidt und »Angelische Strophen« von Rudolf Leonhard. S. 144 über Else Lasker-Schüler: »Die Balladen der Lasker-Schüler führen uns wieder in die Geheimgänge jener sprachlichen Wonne, die das Wort zum Laut, zum lustvoll ausgestoßenen Naturlaut macht. Die Verzückungen, denen die Dichterin anheimfällt, machen ihren Schöpfungsprozeß zu einem einzigen Komplex sprachlicher Sinneswirkungen; aber die Sinne behalten ihre Erscheinung als Organe. Man muß die Lasker-Schüler zwar von unserer Scholle losgelöst sehen, aber sie ist nicht losgelöst von unseren Organen, und ihrem Dichtermund entspringt so gut der beglückende Schrei, mit dem wir unser Leben inmitten brutalster Hemmnisse zum Leben machen, als uns dieser Schrei etwa selbst auf den Lippen liegen mag. Nein, der Sternenmantel, in den sich Else Lasker-Schüler hüllt, bringt ihr Blut nicht zum Stauen: er läßt es nur in einem neuen, schnellflüssigen Rhythmus zirkulieren.«

G. W.: <Lyrische Flugblätter.> In: Beiblatt der Zeitschrift für Bücherfreunde. N. F. Jg. 5, H. 3 vom Juni 1913. S. 118f.

Lissauer, Ernst: Hebräische Balladen. Von Else Lasker-Schüler. In: Das literarische Echo. Jg. 15, H. 18 vom 15. Juni 1913. Spalte 1300f.

Revue Germanique (Paris). Jg. 9, Nr. 5 von November-Dezember 1913. S. 617 (»La poésie allemande«). – Hinweis auf die 1912 und 1913 erschienenen »Lyrischen Flugblätter«, Kurzbesprechung der »Hebräischen Balladen«.

Lissauer, Ernst: Neue Lyrik. In: Die Rheinlande. Monatsschrift für deutsche Kunst und Dichtung. Jg. 14 (Bd. 24), H. 6 vom Juni 1914. S. 224-226.

* * *

Gesichte. Essays und andere Geschichten. Leipzig: Kurt Wolff, 1913. – Das Buch erschien Anfang Mai 1913. Eine Verlagsanzeige (»Soeben erschienen«) ist abgedruckt in der »Fackel« vom 8. Mai 1913 (Jg. 15, Nr. 374/375) auf der Innenseite des vorderen Einbandblattes. – Die Verlags- und Ortsangabe ist in einem Teil der Auflage überklebt: »Berlin: Paul Cassirer«.

-h.: Else Lasker-Schüler: Gesichte. Essays und andere Geschichten. In: Beiblatt der Zeitschrift für Bücherfreunde. N. F. Jg. 6, H. 2 vom Mai 1914. S. 85.

Herrmann <Herrmann-Neiße>, Max: Else Lasker-Schüler / Gesichte. In: Wiecker Bote (Greifswald). Jg. 1, H. 10 vom Juni 1914. S. 15 (»Am Rande«).

* * *

Hebräische Balladen. 2., vermehrte Aufl. Berlin-Wilmersdorf: A. R. Meyer <1914>. – Die zweite Ausgabe der »Hebräischen Balladen« erschien Anfang des Jahres 1914. Eine Verlagsanzeige ist abgedruckt in der »Fackel« vom 21. Januar 1914 (Jg. 15, Nr. 391/392) auf der Innenseite des vorderen Einbandblattes.

* * *

Meine Wunder. Gedichte. Leipzig: Verlag der Weißen Bücher (1914). – Titelauflage der Ausgabe von 1911. Vom Verlag der Weißen Bücher wurde ein neues Titelblatt eingezogen.

* * *

Gesichte. Essays und andere Geschichten. (2. Aufl.) Leipzig: Verlag der Weißen Bücher, 1914. – Titelauflage der Ausgabe von 1913.

* * *

Der Prinz von Theben. Ein Geschichtenbuch. Mit 25 Abbildungen nach Zeichnungen der Verfasserin und 3 farbigen Bildern von Franz Marc. Leipzig: Verlag der weißen Bücher, 1914.

P<inthus>, K<urt>: Else Lasker-Schüler: Der Prinz von Theben. Ein Geschichtenbuch. In: Beiblatt der Zeitschrift für Bücherfreunde. N. F. Jg. 6, H. 8 vom November 1914. S. 344.

Hermann <Herrmann-Neiße>, Max: Else Lasker-Schüler: Der Prinz von Theben. In: Der Mistral (Zürich). Jg. 1, Nr. 2 vom 21. März 1915. S. 4 (»Bücherbesprechungen«).

* * *

Die gesammelten Gedichte. Leipzig: Verlag der Weißen Bücher, 1917. – Als Vorwort ist den »Gesammelten Gedichten« Peter Hilles Essay »Else Lasker-Schüler« von 1904 vorangestellt.

Georg<e>, Manfred: Eine jüdische Dichterin. In: Jüdische Rundschau (Berlin). Jg. 22, Nr. 42 vom 19. Oktober 1917. S. 338.

Siemsen, Hans: Die Gedichte von Else Lasker-Schüler. In: Frankfurter Zeitung und Handelsblatt. Jg. 62, Nr. 297 (Erstes Morgenblatt) vom 27. Oktober 1917. S. 1.

Gr.: Die gesammelten Gedichte von Else Lasker-Schüler. In: Im deutschen Reich (Berlin). Jg. 23, Nr. 11 vom November 1917. S. 472f. (»Bücherschau«).

K<orrodi>, E<duard>: Die Gedichte der Else Lasker-Schüler. In: Neue Zürcher Zeitung. Jg. 138, Nr. 2247 (Erstes Morgenblatt) vom 29. November 1917. – Korrodi schreibt: »<...> Der Leser wird – beim ersten Blick – von diesen Gedichten in wunderliche Verwirrung und in Mißtrauen versenkt. Die Widmungen muten ihn spielerisch an, die Porträte literarischer Freunde scheinen ihm nur wie auf den vergänglichsten Marmortisch des Kaffeehauses geschrieben; es mag ihn ärgern, daß das Gedicht nicht dem Leser, sondern einem ›Hänschen Schickele‹ gehören soll, weil es das Büblein des ›Hans im Schnakenloch‹-Dichters ist. Aber alle diese Verdrießlichkeit ist hin, wenn prunkvolle, des Verstandes der Verständigen spottende Verse aufrauschen, die doch Gnade der Inspiration sind, aber um den hohen Einsatz des Schmerzes erworben. Besessen von sich selbst, verbrennt die Dichterin in sich selbst. Aber man glaubt ihr die wildeste Hyperbel, weil ihr auch die süße Gewalt über die zartesten Worte gegeben ist. <...> Es ist ruchlos, einzelne Verse aus einem Gedicht herauszubrechen, aber sie lassen doch den großen Wurf der Dichterin erkennen und die Vehemenz ihres Temperamentes, das sich in diese nüchterne Welt verstrickt sieht. Sie hat nicht ihresgleichen; einzelne Gedichte kommen für mich dem Begriffe des Höchsten in der Lyrik am nächsten: Absolute Lyrik. <...>.«

Cyprian, M. F.: <Else Lasker-Schüler: Die gesammelten Gedichte, 1917.> In: Hochland. Jg. 15, Bd. 1, H. 3 vom Dezember 1917. S. 374-376.

<Anonym:> Else Lasker-Schüler, »Die gesammelten Gedichte«; Verlag der Weißen Bücher, Leipzig 1917. In: Israelitisches Wochenblatt für die Schweiz (Zürich). Jg. 17, Nr. 49 vom 7. Dezember 1917. S. 20 (»Literatur«).

Loerke, Oskar: Neue Lyrik. In: Die neue Rundschau (Berlin). Jg. 29, Bd. 1, Nr. 2 vom Februar 1918. S. 267-274.

E<liasberg>, A<lexander>: Else Lasker-Schüler: »Die gesammelten Gedichte«. In: Neue jüdische Monatshefte (Berlin und München). Jg. 2, H. 11 vom 10. März 1918. S. 265.

Preisendanz, Karl: Lasker-Schüler, Else, Die gesammelten Gedichte. Leipzig, 1917. Verlag der Weißen Bücher. In: Die schöne Literatur. Beiblatt zum Literarischen Zentralblatt für Deutschland (Leipzig). Jg. 19, Nr. 6 vom 16. März 1918. Spalte 61f.

Bethge, Hans: Die gesammelten Gedichte von Else Lasker-Schüler. Leipzig, Verlag der Weißen Bücher 1917. In: Beiblatt der Zeitschrift für Bücherfreunde. Jg. 10, H. 1/2 von April/Mai 1918. Spalte 53f.

Hoeflich, Eugen <d. i. Moshe Ya’acov Ben-Gavriêl>: Else Lasker-Schüler (Anläßlich des Erscheinens Ihres Gedichtbuches im Verlage der Weissen Bücher, Leipzig.). In: Jüdische Zeitung (Wien). Jg. 12, Nr. 22 vom 31. Mai 1918. S. 5.

Klabund: Aus neuer Lyrik. In: Die neue Bücherschau (München). Jg. 1 (1919), H. 1. S. 6-8. – Auf S. 7 folgender Hinweis: »Henriette Hardenbergs zarte ›Neigungen‹ (Rolandverlag München) bereichern die deutsche Frauenlyrik, die heute in Else Lasker-Schülers ›Gesammelten Gedichten‹ (Verlag Cassirer Berlin) gipfelt. Wer fühlte sich nicht als ewiger Jude und sänke vor Jehova ins Knie, wenn sie ihre hebräischen Lieder singt.«

Hoffmann, Camill: Ausblick in die Literatur. In: Das Kunstblatt (Potsdam). Jg. 3 (1919), H. 2 <Februar>. S. 61f.

Benzmann, Hans: Else Lasker-Schüler. In: Berliner Börsen-Zeitung. Jg. 66, Nr. 339 (Morgen-Ausgabe) vom 3. August 1920, 2. Beilage.

* * *

Meine Wunder. Gedichte. Berlin: Paul Cassirer <1918>. – Titelauflage der Ausgabe von 1911. Vom Verlag Paul Cassirer wurde ein neues Titelblatt eingezogen. Paul Cassirer zeigte »Meine Wunder« Ende 1918 unter den »Weihnachtsbüchern« im Katalog »Das Buch des Jahres. Kriegsausgabe des Weihnachtskataloges« (hg. von der Vereinigten Verlegergruppe. Leipzig 1918. S. 50) an.

* * *

Die gesammelten Gedichte. (2. Aufl.) Leipzig: Kurt Wolff Verlag <1919>. – Die Ausgabe ist spätestens im Sommer 1919 erschienen. Das nach dem Impressum am 1. September 1919 ausgegebene Verzeichnis »Die Bücher und graphischen Publikationen von Kurt Wolff Verlag München und Leipzig« nennt auf S. 25: »Else Lasker-Schüler, Die gesammelten Gedichte. Zweite Auflage«.

* * *

Gesamtausgabe in zehn Bänden. Berlin: Paul Cassirer, 1919/20. – Im Oktober 1919 erschien in den »Weißen Blättern« (Jg. 6, H. 10. S. 481) eine Verlagsanzeige mit folgender Charakterisierung der Ausgabe: »Else Lasker-Schülers Werke, bisher an den verschiedensten Erscheinungsorten verstreut und viel zu wenig gelesen, haben einen so starken inneren Zusammenhang, daß sich die Notwendigkeit ergeben hat, sie in einer Gesamtausgabe zusammenzufassen, um diese seltene künstlerische Erscheinung einmal in ihrer Ganzheit zugänglich zu machen. Else Lasker-Schüler ist eine Träumende, mit fast prophetischem Hellsehen begabt. Unter ihren Händen wird der Alltag zum Gedicht, das Wort zum durchsichtigen Spektrum farbenreicher Kristalle. Aus der Tiefe eines unsagbar reichen phantastischen Wesens, in der Trauer und Kindlichkeit aus gleicher Wurzel wachsen, schöpft sie Erzählung, Gedicht und Drama. In den selbstgezeichneten Bildern und Titelblättern, die zu ihren Büchern gehören, gibt sie ihrer Phantasie einen neuen reizvollen Ausdruck.« Als »soeben« erschienen werden »Der Malik«, »Das Peter-Hille-Buch«, »Die Nächte der Tino von Bagdad« und »Die Wupper« genannt, als »in Kürze« erscheinend »Der Prinz von Theben«, »Gesichte«, »Essays«, »Hebräische Balladen«, »Tag und Nacht« und »Mein Herz«. »Tag und Nacht« erschien dann mit dem Titel »Die Kuppel« (mit dem Titel »Tag und Nacht« war 1917 ein Buch von Henrike Kalcher erschienen).

Der Malik. Eine Kaisergeschichte mit Bildern und Zeichnungen. Berlin: Paul Cassirer, 1919.

<Anonym:> »Der Malik« von Else Lasker-Schüler. In: Neue Zürcher Zeitung. Jg. 141, Nr. 136 (II. Sonntagausgabe) vom 25. Januar 1920, 5. Blatt (»Feuilleton. Literarische Chronik«). – Darin heißt es: »Aber wenn wir die chaotische Vermengung in ihrer Dichtung bedenken: Bibel und Berlin, Zedern vom Libanon und nordische Kiefern, Propheten und Bohemiens der Gegenwart, erschrecken wir über die Mischung. Wie viel Literatur ist in alledem, wo ist das tiefe und wo das nur spielerische Erlebnis, wie viel Wahres, wie viel Trügerisches? Ist dies deutsche Dichtung? Oder herrliche Uebersetzung fremden Geistes in deutsche Sprache? Ausdruck des Schicksals? Wie immer die Antwort laute, als dichterisches Phänomen hat Else Lasker-Schüler nicht ihresgleichen.«

Edschmid, Kasimir: Deutsche Erzählungsliteratur. In: Frankfurter Zeitung und Handelsblatt. Jg. 64, Nr. 119 (Erstes Morgenblatt) vom 14. Februar 1920. S. 1f.

Hoeflich, Eugen <d. i. Moshe Ya’acov Ben-Gavriêl>: Else Lasker-Schüler. (Notizen zu ihren Büchern). In: Wiener Morgenzeitung. Jg. 2, Nr. 472 vom 16. Mai 1920. S. 3f.

Ade, Hans Christoph: Lyrische Prosa. In: Münchner Neueste Nachrichten. Jg. 73, Nr. 333 (Einzige Ausgabe) vom 14./15. August 1920. S. 9.

Michaelis, Heinz: Frauenbücher. In: Das literarische Echo. Jg. 22, H. 24 vom 15. September 1920. Spalte 1494-1506.

Krell, Max: Über neue erzählende Prosa. In: Die neue Rundschau (Berlin). Jg. 31, Bd. 2, Nr. 10 vom Oktober 1920. S. 1190-1199.

Kolle, Helmud: Else Lasker-Schüler: »Der Malik. Eine Kaisergeschichte. Mit selbstgezeichneten Bildern«. (Paul Cassirer. Verlag. Berlin 1919.) In: Die Freude. Blätter einer neuen Gesinnung. Hg. von Wilhelm Uhde. Bd. 1. Burg Lauenstein/Oberfranken: Die Freude, 1920. S. 158f. (»Bücher«). – Kurzbesprechung: »Die reizvollen Briefe dieser knabenhaften Dichterin, voller Erinnerungen und Träume – voll köstlicher Phantasien von morgenländischen Kaiserreichen und deren Prinzen, führen uns in die fernen Welten ihrer ›hebräischen Balladen‹, in die hinein sie sich und ihre Freunde stellt ... und in denen wir mit ihnen wandeln. Besonderen Reiz verleiht sie der Schrift durch die Innigkeit und den leisen Zauber ihrer Zeichnungen, die uns ihre zartesten Klänge vermitteln.«

Das Peter Hille-Buch. Mit einer Einbandzeichnung der Verfasserin. 2. Aufl. Berlin: Paul Cassirer, 1919. – Auch mit der eingedruckten Angabe: 3. Aufl.

Hoeflich, Eugen <d. i. Moshe Ya’acov Ben-Gavriêl>: Else Lasker-Schüler. (Notizen zu ihren Büchern). In: Wiener Morgenzeitung. Jg. 2, Nr. 472 vom 16. Mai 1920. S. 3f.

Ade, Hans Christoph: Lyrische Prosa. In: Münchner Neueste Nachrichten. Jg. 73, Nr. 333 (Einzige Ausgabe) vom 14./15. August 1920. S. 9.

Michaelis, Heinz: Frauenbücher. In: Das literarische Echo. Jg. 22, H. 24 vom 15. September 1920. Spalte 1494-1506.

Die Nächte der Tino von Bagdad. Mit einer Einbandzeichnung der Verfasserin. (2. Aufl.) Berlin: Paul Cassirer, 1919.

Hoeflich, Eugen <d. i. Moshe Ya’acov Ben-Gavriêl>: Else Lasker-Schüler. (Notizen zu ihren Büchern). In: Wiener Morgenzeitung. Jg. 2, Nr. 472 vom 16. Mai 1920. S. 3f.

Die Wupper. Schauspiel in 5 Aufzügen. Berlin: Paul Cassirer, 1919.

Essays. Mit einer Einbandzeichnung der Verfasserin. (2. Aufl.) Berlin: Paul Cassirer, 1920.

Hoeflich, Eugen <d. i. Moshe Ya’acov Ben-Gavriêl>: Else Lasker-Schüler. (Notizen zu ihren Büchern). In: Wiener Morgenzeitung. Jg. 2, Nr. 472 vom 16. Mai 1920. S. 3f.

Gesichte. Mit einer Umschlagzeichnung der Verfasserin. (2. Aufl.) Berlin: Paul Cassirer, 1920.

Der Prinz von Theben. Ein Geschichtenbuch. Mit 13 Abbildungen nach Zeichnungen der Verfasserin. (2. Aufl.) Berlin: Paul Cassirer, 1920.

Hebräische Balladen. Der Gedichte erster Teil. Mit einer Einbandzeichnung der Verfasserin. Berlin: Paul Cassirer, 1920.

Die Kuppel. Der Gedichte zweiter Teil. Mit einer Einbandzeichnung der Verfasserin. Berlin: Paul Cassirer, 1920.

Mein Herz. Ein Liebesroman mit Bildern und wirklich lebenden Menschen. (2. Aufl.) Berlin: Paul Cassirer 1920.

* * *

Die gesammelten Gedichte. (Sechstes bis zehntes Tausend.) München: Kurt Wolff Verlag 1920.

* * *

Der Wunderrabbiner von Barcelona. Berlin: Paul Cassirer, 1921.

<Anonym:> Deux petits livres d’Else Lasker-Schüler. In: L’Art Libre (Bruxelles). Jg. 3, Nr. 7 vom Juli 1921. S. 112.

H<oeflich>, E<ugen> <d. i. Moshe Ya’acov Ben-Gavriêl>: Else Lasker-Schüler: »Der Wunderrabbiner von Barcelona.« Paul Cassierer-Verlag. Berlin. In: Wiener Morgenzeitung. Jg. 3, Nr. 881 vom 10. Juli 1921. S. 10.

L’Europe Nouvelle (Paris). Jg. 4, Nr. 40 vom 1. Oktober 1921. S. 1281 (»Dernières Publications«). – Kurzbesprechung von »Briefe Peter Hilles an Else Lasker-Schüler« und »Der Wunderrabbiner von Barcelona«.

The Times Literary Supplement (London). Jg. 20, Nr. 1034 vom 10. November 1921. S. 735 (Rubrik »New Foreign Books«).

Edschmid, Kasimir: Erzählungsliteratur. IV. Deutsche Literatur. In: Frankfurter Zeitung und Handelsblatt. Jg. 66, Nr. 908 (Erstes Morgenblatt) vom 7. Dezember 1921. S. 1f.

Seeler, Moriz: Über Else Lasker-Schüler. In: Der Feuerreiter. Jg. 1, H. 1 vom Dezember 1921. S. 37 (»Das Buch«).

Heine, Anselma: Briefe Peter Hilles an Else Lasker-Schüler. – Der Wunderrabbiner von Barcelona. Von Else Lasker-Schüler. In: Das literarische Echo. Jg. 24, H. 10 vom 15. Februar 1922. Spalte 626f.

M. M.: Wunderrabbi – Wunderelse. In: Israelitisches Wochenblatt für die Schweiz (Zürich). Jg. 22, Nr. 9 vom 3. März 1922. S. 24. – Kurzbesprechung: »Es ist ein kleines Buch. Else Lasker-Schülers Legende vom ›Wunderrabbiner von Barcelona‹, aber wirklich voll des Wunderbaren ... Als ich, es ist noch nicht allzulange her, in Berlin war, hörte ich eines Abends in der Nachbarschaft eine starke, deklamierende, rapsodierende Frauenstimme, mit bacchantischem Akzent. Es ging die ganze Nacht durch, und am Morgen sagte man mir, als ich erstaunt dem seltsamen Eindruck nachforschte, dort drüben wohne eine Wahnsinnige, sie heiße Else Lasker-Schüler ... Ja, sie ist eine Wahnerfüllte, im Sinne der alten Dichter und Seher, vielleicht mancher gluterfüllten Frau Alt-Israels, trunken von Geist und Gesichten, von Ahnen und Schauen ... Und so voll des Wunderbaren ist auch dieses Stück jüdischer Mystik aus schweren, schwülen, mittelalterlichen Tagen in Barcelona. Man lese es selbst. Erschienen ist es bei Paul Cassierer in Berlin.«

* * *

Theben. Gedichte und Lithographieen. (24. Flechtheim Druck.) Frankfurt am Main und Berlin: Querschnitt, 1923. – Fotomechanischer Nachdruck des kolorierten Exemplars Nr. 6: Theben. Gedichte und Bilder. Hg. und mit einem Nachwort von Ricarda Dick. Frankfurt am Main: Jüdischer Verlag, 2002.

Reuss, Heinrich XLV.: Else Lasker-Schüler: »Theben«. In: Berliner Tageblatt. Jg. 52, Nr. 468 (Abend-Ausgabe) vom 5. Oktober 1923.

* * *

Ich räume auf! Meine Anklage gegen meine Verleger. Zürich: Lago-Verlag, 1925. Alleinvertrieb für Deutschland: Reinhold Stahl, Buchantiquariat. Berlin W 50, Regensburger Str. 10. – Die fiktive Verlagsangabe ist in den meisten erhaltenen Exemplaren durchstrichen und durch wechselnde Hinweise auf die Hoteladresse der Dichterin oder den Stempel mit dem Hinweis, daß Bestellungen postlagernd an das Postamt Berlin-Schöneberg zu richten seien, ersetzt. – Vorabdruck: Die Weltbühne (Charlottenburg). Jg. 20, Erstes Halbjahr, Nr. 19 vom 8. Mai 1924. S. 627-629 (»Von Mutter und Vater. Aus der Broschüre gegen meine Verleger: ›Ich räume auf‹, die in kurzer Zeit erscheint«). – Textauszug (zum Erscheinen des Buches): Prager Presse. Jg. 5, Nr. 25 (Morgen-Ausgabe. II. Auflage) vom 25. Januar 1925. S. 4f. (»Meine Kindheit«).

K<orrodi>, E<duard>: Knockout dem Verleger! In: Neue Zürcher Zeitung. Jg. 146, Nr. 80 (Erste Sonntagausgabe) vom 18. Januar 1925, Blatt 3 (»Literarische Beilage«). – Korrodi schreibt: »<...> Ein Autor sucht sechs Verleger! Das ist ungefähr das Thema dieser wütenden Satire auf die Verleger. Aber es ist ja nicht eine blutige Dilettantin, es ist eine Dichterin, die die Ihren oft die ›jüdische Droste‹ nennen, eine Dichterin, die in jeder besseren Literaturgeschichte steht; sie hat sich wundgelaufen nach einem edlen Verleger. Sie hat sich nun wohl alle Verleger verscherzt. Diese ihre satirische Dichtung hat sie selbst verlegt, da sie ja doch eine Verlegenheit für die Verleger wäre. Vielleicht steht ein generöser Engel dieser Gilde auf und hält einen Schild über eine Dichterin, die nur Gedichte machte, als wäre dies das Geringste des Geringen im Weltreich der Literatur. <...>.«

Hi. <Hildenbrandt, Fred>: »Ich räume auf.« In: Berliner Tageblatt. Jg. 54, Nr. 37 (Abend-Ausgabe) vom 22. Januar 1925. – Nach dem Erscheinen von Fred Hildenbrandts Notiz verteidigte Paul Cassirer sich im »Berliner Tageblatt« vom 3. Februar (Jg. 54, Nr. 57 [Abend-Ausgabe]) gegen die von Else Lasker-Schüler in »Ich räume auf!« erhobenen Vorwürfe. Am 14. Februar erschien dann im »Berliner Tageblatt« (Jg. 54, Nr. 77 [Abend-Ausgabe]) eine Erklärung des Rechtsanwalts Fritz Kalischer, der im Namen Else Lasker-Schülers, die eine kurze Vorbemerkung beisteuerte, die Position der Dichterin verteidigte. Cassirer reagierte darauf noch einmal mit einem Beitrag im »Berliner Tageblatt« vom 19. Februar (Jg. 54, Nr. 85 [Abend-Ausgabe]).

Wäscher, Aribert: Else Lasker-Schülers Anklageschrift. In: Die Weltbühne (Charlottenburg). Jg. 21, Erstes Halbjahr, Nr. 6 vom 10. Februar 1925. S. 216f.

<Anonym:> <»Ich räume auf.«> In: Frankfurter Zeitung und Handelsblatt. Jg. 69, Nr. 109 (Abendblatt) vom 10. Februar 1925. S. 2. – Hinweis auf das Erscheinen der Schrift mit kurzem Textauszug.

Martens, Kurt: Autoren-Beschwerden. In: Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel. Jg. 92, Nr. 58 vom 10. März 1925. S. 4111.

Schacht, Roland: Dichter und Verleger. In: Das Blaue Heft. Jg. 6, Nr. 12 vom 15. März 1925. S. 338-341.

Westheim, Paul: Ein Autor sucht sechs Personen. In: Das Kunstblatt (Potsdam). Jg. 9 (1925), H. 6 <Juni>. S. 164.

<Anonym:> Lasker-Schüler, Else: Ich räume auf! In: Der Zwiebelfisch (München). Jg. 18 (1925), H. 1/2. S. 58.

Herrmann (Neiße) <Herrmann-Neiße>, Max: »Ich räume auf«. In: Die Lebenden. Flugblätter (Berlin). Blatt 8 (1925).

* * *

Die Wupper. Schauspiel in 5 Aufzügen. Berlin: Selbstverlag von Else Lasker-Schüler <1927>.

* * *

Konzert. Berlin: Rowohlt, 1932. – Textauszüge (zum Erscheinen des Buches): Else Lasker-Schüler: Bücher sind wie Städte. In: Neue Leipziger Zeitung. Nr. 105 vom 14. April 1932 (Anfang des Beitrags »Stadt, Buch und Läden«) • Else Lasker-Schüler: Versöhnungstag. In: Israelitisches Familienblatt (Hamburg). Jg. 34, Nr. 28 vom 14. Juli 1932. S. 12 (Textauszug aus »Der Versöhnungstag«).

K<orrodi>, E<duard>: Neue Bücher. »Beschwerdebuch« von Annette Kolb. »Konzert« von Else Lasker-Schüler. In: Neue Zürcher Zeitung. Jg. 153, Nr. 1154 (Abendausgabe) vom 20. Juni 1932, Blatt 7.

Berend, Alice: Else Lasker-Schülers »Konzert«. In: Berliner Tageblatt. Jg. 61, Nr. 291 (Abend-Ausgabe) vom 21. Juni 1932.

Glück, Franz: Else Lasker-Schüler: »Konzert«. In: Frankfurter Zeitung und Handelsblatt. Jg. 76, Nr. 458-459 (Erstes Morgenblatt) vom 22. Juni 1932. S. 3.

Jacob-Loewenson, Alice: »Konzert«. Ein neues Buch von Else Lasker-Schüler. In: Jüdische Rundschau (Berlin). Jg. 37, Nr. 52 vom 1. Juli 1932. S. 248.

Hamecher, Peter: Konzert. Dichtungen von Else Lasker-Schüler. In: Berliner Börsen-Zeitung. Jg. 78, Nr. 343 (Morgenausgabe) vom 24. Juli 1932, Literatur-Beilage »Kritische Gänge« Nr. 30. S. 8.

Leppin, Paul: Die Lasker-Schüler. In: Prager Presse. Jg. 12, Nr. 201 vom 24. Juli 1932. S. 9 (»Kulturchronik«).

Pankok, Hulda: Konzert eines Lebens. In: Der Mittag (Düsseldorf). Jg. 13, Nr. 174 vom 27. Juli 1932, <Beilage:> Das geistige Leben.

Faktor, Emil: Else Lasker-Schülers »Konzert«. In: Berliner Börsen-Courier. Jg. 64, Nr. 368 (Abend-Ausgabe) vom 9. August 1932. S. 2.

Jacob-Loewenson, Alice: »Konzert«, ein neues Buch von Else Lasker-Schüler. In: Jüdische Presszentrale Zürich. Jg. 15, Nr. 707 vom 12. August 1932. S. 11.

Rychner, Max: Else Lasker-Schüler: Konzert. / Ernst Rowohlt, Berlin. In: Kölnische Zeitung. Nr. 441 (Erste Sonntags-Ausgabe) vom 14. August 1932, Beilage »Die Literatur« Nr. 33.

Kayser, Rudolf: Zwei Frauenbücher. In: Die neue Rundschau (Berlin). Jg. 43, Bd. 2, Nr. 9 vom September 1932. S. 426f. (»Anmerkungen«). – Über »Konzert« und Annette Kolbs »Beschwerdebuch«.

Fritsche, Herbert: Zwei Dichterinnen. In: Der weiße Rabe (Berlin). Nr. 1 vom 15. Oktober 1932. S. 7. – Über »Konzert« und Gerda von Belows Buch »Der heilige Tierkreis«.

The Times Literary Supplement (London). Jg. 31, Nr. 1604 vom 27. Oktober 1932. S. 790 (Rubrik »New Foreign Books«).

H. K.: Else Lasker-Schüler: »Konzert« und »Arthur Aronymus, die Geschichte meines Vaters«. In: Blätter des jüdischen Frauenbundes für Frauenarbeit und Frauenbewegung (Berlin). Jg. 9, Nr. 1 vom Januar 1933. S. 11.

* * *

Arthur Aronymus. Die Geschichte meines Vaters. Berlin: Rowohlt, 1932. – Textauszüge (zum Erscheinen des Buches), beide mit dem Titel »Arthur Aronymus«: Israelitisches Familienblatt (Hamburg). Jg. 34, Nr. 43 vom 27. Oktober 1932. S. 12 • Blätter des jüdischen Frauenbundes für Frauenarbeit und Frauenbewegung (Berlin). Jg. 9, Nr. 1 vom Januar 1933. S. 8.

J<acobs>, M<onty>: Else Lasker-Schüler: »Arthur Aronymus«. In: Vossischen Zeitung (Berlin). Nr. 545 (Morgen-Ausgabe) vom 13. November 1932, <Beilage:> Literarische Umschau Nr. 46.

<Anonym:> E. Lasker-Schüler: »Arthur Aronymus«. In: Frankfurter Zeitung und Handelsblatt. Jg. 77, Nr. 852 (Zweites Morgenblatt) vom 13. November 1932. S. 5 (Literaturblatt, Rubrik »Bücher der Woche«).

<Anonym:> Else Lasker-Schüler: Arthur Aronymus, Die Geschichte meines Vaters. In: Jüdische Presszentrale Zürich. Jg. 15, Nr. 721 vom 18. November 1932. S. 11f. – Darin heißt es: »Die Wurzeln dieser Prosadichtung sind westfälisches Bauerntum, katholische Mystik und jüdische Tradition. Blutige Vergangenheit ragt hinein in eine auf Versöhnung gestimmte Gegenwart. Bischof und Rabbi sind einer beim anderen zu Tische. Christliche Weihnacht und jüdisches Passahfest werden mit der gleichen Ehrfurcht und der gleichen Kunst dargestellt. Wie sich die wunderlichen Begebenheiten um die Gestalt des Vaters der Dichterin, ›meines kleinen Papas‹, ranken, daran wird ein wirkliches Kind und ein wahrer Weiser gleiche Freude haben. Wie hier aus Kindlichkeit und wissender Menschenliebe tiefere Bedeutung erwächst, das ist jenseits alles Könnens Gottesgeschenk.«

Engel, Fritz: Else Lasker-Schüler. In: C. V.-Zeitung (Berlin). Jg. 11, Nr. 48 vom 25. November 1932. S. 485f.

<Anonym:> Else Lasker-Schüler. In: Berliner Tageblatt. Jg. 61, Nr. 587 (Sonntags-Ausgabe) vom 11. Dezember 1932, 6. Beiblatt: Weihnachts-Bücher.

Badt-Strauß, Bertha: Else Lasker-Schüler: Arthur Aronymus. Die Geschichte meines Vaters. In: Jüdische Rundschau (Berlin). Jg. 37, Nr. 100 vom 16. Dezember 1932. S. 489.

Muckermann, Friedrich: Auf der Gralwarte. In: Der Gral. Monatsschrift für Dichtung und Leben. Jg. 27 (1932/33). S. 347-358.

Weltmann, Lutz: Jüdischer Geist? Anmerkung zu zwei Büchern (Lasker-Schüler, Arthur Aronymus und Rudolf Kayser, Spinoza). In: Bayerische Israelitische Gemeindezeitung (München). Jg. 9, Nr. 1 vom 1. Januar 1933. S. 5f.

H. K.: Else Lasker-Schüler: »Konzert« und »Arthur Aronymus, die Geschichte meines Vaters«. In: Blätter des jüdischen Frauenbundes für Frauenarbeit und Frauenbewegung (Berlin). Jg. 9, Nr. 1 vom Januar 1933. S. 11.

Mazzucchetti, Lavinia: Else Lasker-Schüler, Arthur Aronymus. Die Geschichte meines Vaters. In: Leonardo (Firenze). Jg. 4, Nr. 1 vom Januar 1933. S. 44f.

Lo. Rd.: Else Lasker-Schüler, Arthur Aronymus, die Geschichte meines Vaters. E. Rowohlt-Verlag, Berlin. In: Israelitisches Wochenblatt für die Schweiz (Zürich). Jg. 33, Nr. 21 vom 26. Mai 1933. S. 34. – Kurzbesprechung: »Die kleine Prosadichtung, die Else Lasker-Schüler der Fülle ihrer Erinnerungen aus dem Leben in Westfalen entnimmt, passt mit ihrem friedlichen Nebeneinander von Menschen und Religionen nur schlecht in unsere Zeit, die dieses beschauliche Zusammenleben zum grössten Teil verloren hat. Die Wurzeln der Erzählung sind westfälisches Bauerntum, katholische Mystik und jüdische Tradition. Blutige Vergangenheit der Verfolgungen ragt hinein in eine geruhsame, in ihrer Gesättigtheit auf Versöhnung gestimmte nun auch schon wieder der Vergangenheit angehörende Zeit, in der Rabbi und Bischof einer beim andern zu Tische sind. Wunderliche Begebenheiten ranken sich um die Person des ›kleinen Papas‹ der Dichterin, in dessen Kindheit die Geschichte spielt. Damals war es möglich, dass die Dichterin sagen konnte, ›mit einem bischen Liebe geht es schon, dass Jude und Christ ihr Brot gemeinsam in Eintracht brechen‹, es müsste heute wieder oder noch möglich sein, wenn nicht die Liebe nur zum eigenen Volk gepredigt wird und nur in Verbindung mit gezüchtetem Hass denkbar ist. Nehmen wir dies reizvolle Dokument edler Menschlichkeit dankbar in uns auf.«

Gottlieb, A.: Else Lasker-Schüler: Arthur Aronymus. (Rohwolt-Verlag, Berlin). In: Cahiers Juifs (Alexandria und Paris). Jg. 1, Nr. 4 vom Juli 1933. S. 94.

* * *

Arthur Aronymus und seine Väter (aus meines geliebten Vaters Kinderjahren). (Maschinenschriftliches Bühnenmanuskript.) Berlin: S. Fischer, 1932. – Else Lasker-Schüler las in Palästina mehrfach aus »Arthur Aronymus und seine Väter«. Auf der Rückseite eines Briefes von Hermann Struck vom 26. April 1934 an Else Lasker-Schüler in Jerusalem (The Jewish National and University Library Jerusalem, Arc. Ms. Var. 501 [Else Lasker-Schüler-Archiv] [5:278]) ein kurzer Text für eine Einführung (nicht in Bd. 4 [2001] der »Werke und Briefe«): »Ich möchte Ihnen liebe Zuhörer aus meinem neuen Schauspiel Arthur Aronymus paar Bilder vorlesen. / Arthur Aronymus war mein 11jähriger ungezogener Papa – und das Schauspiel spielt im großen Gutshause seiner Eltern die mit meinem Papa zugerechnet 23 Kinder besaßen. Das Schauspiel spielt so um 1800 in Hexengäsecke Westfalen zur Biedermayerzeit. Damals wurden dort noch ›Hexen‹ verbrannt u. eingemauert und namentlich stellte man den Juden nach.«

* * *

Das Hebräerland. Zürich: Oprecht (1937). – Vorabdrucke (alle mit dem Titel »Das Hebräerland«): Pariser Tageblatt. Jg. 4, Nr. 836 vom 27. März 1936. S. 6 • Jüdische Presszentrale Zürich. Jg. 19, Nr. 914 vom 23. Oktober 1936. S. 3f.; Nr. 920 vom 4. Dezember 1936. S. 5f.; Nr. 921 vom 11. Dezember 1936. S. 9f. • Die neue Welt (Wien). Jg. 10, Nr. 604 vom 30. Oktober 1936. S. 6 • Pariser Tageszeitung. Jg. 1, Nr. 155 vom 13. November 1936. S. 6. – Textauszüge (zum Erscheinen des Buches): Statt einer Buchbesprechung. Aus Else Lasker-Schüler »Das Hebräerland« Verl. Oprecht Zürich. In: Mitteilungsblatt der Hitachduth Olej Germania (Tel-Aviv). <Jg. 1> (1937), Mai II. S. 11 • Else Lasker-Schüler: Spaziergang im Hebräerland. In: Jüdische Revue (Mukačevo). Jg. 2, Nr. 6 vom Juni 1937. S. 369-372.

<Anonym:> Das Hebräerland. Else Lasker-Schülers Palästinabuch erschienen. In: Israelitisches Wochenblatt für die Schweiz (Zürich). Jg. 37, Nr. 16 vom 16. April 1937. S. 24. – Kurzbesprechung mit Textauszug: »Else Laskers Palästinabuch ist soeben bei Oprecht in Zürich erschienen; wir zitieren zwei erste Lesefrüchte. Die Besprechung folgt. Möge das prachtvolle Werk viele Leser finden! Es ist ein Geschenkwerk allerersten Ranges.« Zuvor war am 19. März im »Israelitischen Wochenblatt« (Nr. 12. S. 2) eine Verlagsanzeige erschienen: »Die bedeutende Dichterin schildert in diesem Buch ihr geistiges und künstlerisches Erlebnis Palästinas.«

<Anonym:> Else Lasker-Schülers neuestes Werk »Das Hebräerland« erschienen. In: Jüdische Presszentrale Zürich. Jg. 20, Nr. 938 vom 23. April 1937. S. 11 (»Das Blatt der jüdischen Frau«). – »<...> Wir erleben in diesem meisterhaft geschriebenen Buch wiederum die große Dichterin Else Lasker-Schüler, die mit dichterischen Augen das jüdische Land Palästina schaut. Wer mit ihr in diesem Buche die Reise durch das Hebräerland mitmacht, wer mit ihr durch die Straßen Jerusalems pilgert, in Tel-Aviv das Meer rauschen hört, in Haifa und Bethlehem weilt, um immer wieder mit ihr zurückzukehren nach Rehavia, der kleinen jüdischen Kolonie, der erlebt nicht nur Palästina, der sieht mit seltsam offenen Augen die Geschichte des Landes von Anbeginn bis in die Zukunft. <...> / Acht Zeichnungen von der Hand der Dichterin schmücken das Buch, das in jedem Sinne des Wortes ein gutes Buch ist, denn es gibt der Welt den Hauch des gütigen Gottes. / Ohne Übertreibung kann dieses Werk als eines der besten Palästinabücher bezeichnet werden, die wir überhaupt besitzen, und es ist zu hoffen, daß es in jüdischen wie nichtjüdischen Kreisen die voll verdiente Beachtung finde.«

B. Br.: Neue Bücher. In: Neuer Vorwärts (Karlsbad). Nr. 203 vom 2. Mai 1937, Beilage. – Zum »Hebräerland« merkt der Rezensent an: »Else Lasker-Schüler kennt Palästina nicht nur wie ihre deutsche Heimat, sondern weiß es so zu schildern, daß sensiblen Lesern zumute sein mag, als würden sie an der Hand durch zauberisches Land geführt. So in dem Buche ›Das Hebräerland‹ (Verlag Oprecht). Sie sieht das alte, neue Land lyrisch-idyllisch, und wir wünschten, daß alle, die dort schwer mit harter Scholle ringen müssen, in so gehobener Stimmung atmeten, wie die Autorin der Hebräischen Gedichte, wenn sie Jerusalem sieht, ›die auserwählte Braut Gottes ...‹ Der Drang zur Idyllisierung (und Verniedlichung) der Dinge ist in der Dichterin stärker geworden. Aus ihrer Feder rauscht ein frommes Gottesbewußtsein, das immer wieder jedes realistische Bild durchbricht. Der Palästinafahrer wird vielleicht trotzdem finden, daß diese Reiseaufzeichnungen manchen Stimmungen und Farben des Landes besser gerecht werden, als realistischere Berichte. Mag sein. Trotzdem wird man dem Buche kein Unrecht tun, wenn man es zu denen rechnet, die aus rauher Wirklichkeit gütige Illusionen zaubern. Untertitel: Wie das fromme Herz einer jüdischen Lyrikerin das Land ihrer Väter erlebt. Acht Zeichnungen der Dichterin schmücken das Buch.«

-y.: »Das Hebräerland«. Else Lasker-Schülers Gabe zum Muttertag. In: Israelitisches Wochenblatt für die Schweiz (Zürich). Jg. 37, Nr. 19 vom 7. Mai 1937. S. 3f.

Sahl, Hans: Reise ins gelobte Land. In: Das Neue Tage-Buch (Paris und Amsterdam). Jg. 5, H. 19 vom 8. Mai 1937. S. 454f. – Sahl schreibt: »Es ist ein biblischer Reisebericht, ein sehendes und ein seherisches Buch, voll von Gesichten und Visionen, die über die eigene Kindheit im Wuppertal hinaus in die Kindheitstage eines alten Volkes führen, in die Tage Davids, Salomos und Esthers. Das moderne und das historische Palästina, das Land der Propheten und der Könige und das Land der Chaluzim, der Pioniere werden eins in der hymnisch-ergriffenen Sprache dieses Buches. Else Lasker-Schüler schreibt nicht, sie singt, sie psalmodiert. In ihr lebt die Melodie des Hohen Liedes fort, die Musik der Klagelieder und der monotone Singsang der Kameltreiber in der Wüste.« – Zitat aus Sahls Besprechung in einer Verlagsanzeige, die am 13. Mai 1937 in »Die neue Weltbühne« (Prag, Zürich, Paris) (Jg. 33, Nr. 20. S. 634) erschien.

Bührer, Jakob: Zwei Bücher der Sinnenfreude. In: Volksrecht (Zürich). Jg. 40, Nr. 106 (Samstag-Ausgabe) vom 8. Mai 1937, <Beilage:> Der Sonntag. Jg. 13, Nr. 18.

Ben-Chorin, Schalom: Brief an eine Dichterin. In: Jüdische Rundschau (Berlin). Jg. 42, Nr. 38/39 vom 14. Mai 1937. S. 6.

Ben-Chorin, Schalom: Brief an die Dichterin Else Lasker-Schüler. Zum Erscheinen ihres Buches »Das Hebräerland.« In: Jüdische Presszentrale Zürich. Jg. 20, Nr. 942 vom 21. Mai 1937. S. 10.

Leppin, Paul: Das Palästinabuch der Lasker-Schüler. In: Prager Presse. Jg. 17, Nr. 154 vom 6. Juni 1937, <Beilage:> Die Welt am Sonntag. S. 3.

S. <d. i. Carl Seelig>: Ein buntes Reisebuch. In: Tages-Anzeiger (Zürich). Jg. 45, Nr. 146 vom 25. Juni 1937 (»Literarische Chronik«).

E.: Das Hebräerland. Von Else Lasker-Schüler. In: Palästina (Wien). Jg. 20, Nr. 7 vom Juli 1937. S. 386.

Semuel: Else Lasker-Schüler: Das Hebräerland. Verlag Oprecht, Zürich. In: Židov (Zagreb). Jg. 21, Nr. 27 vom 2. Juli 1937. S. 4.

Glaeser, Ernst: Hebräerland. In: Die Weltwoche (Zürich). Jg. 5, Nr. 191 vom 9. Juli 1937. S. 10 (»Das Buch«).

E. K.: Else Lasker-Schüler: Das Hebräerland. In: Der Bund (Bern). Jg. 88, Nr. 324 (Abend-Ausgabe) vom 15. Juli 1937. S. 5 (»Die Bücherschau«). – Darin heißt es: »›Das Hebräerland‹ hat keinen Plan, keine architektonische Gliederung, kaum eine zeitliche Abfolge. Es ist eine Sternenkrone, ein Diadem von Einzelheiten. Was verschlägt es, dass die Dichterin mit Grammatik und Syntax zuweilen auf einem eigenwillig gespannten Fusse lebt? Sie beschenkt den staunenden und beglückten Leser aus der wilden und grossartigen Weiträumigkeit ihres Herzens mit unvergesslich haftenden Bildern und Vergleichen, die über jede Seite ihres Buches verschwenderisch hingestreut sind.«

W. V.: »Das Hebräerland«. In: Neue Zürcher Zeitung. Jg. 158, Nr. 1284 (Morgenausgabe) vom 16. Juli 1937, Blatt 2. – Darin heißt es: »Von je lebte sie im Lande des Maliks. So füllt ihr geheimes Suchen und Finden von Bestätigungen ihr Buch mit einer hymnischen Freude. Im Grunde geht sie gar nicht in das Land ihrer Väter, sondern sie betritt ihr eigenes Märchenreich, in dem jeder Rabbi eine Art Wunderrabbi ist, in dem selbst die für Geld lamentierenden Bettler an der Klagemauer verklärt erscheinen, denn sie ›verhelfen den Besuchern – Gutes tun‹.«

-th-: Else Lasker-Schüler. Das Hebräerland. Verlag Oprecht, Zürich. In: Basler Nachrichten. Jg. 93, Nr. 221 vom 14./15. August 1937, <Beilage:> Literaturblatt der Basler Nachrichten Nr. 32.

Steinfeld, Justin: Hebräerland, Else Lasker-Schüler und der Duce. In: Das Wort. Literarische Monatsschrift (Moskau). Jg. 2, H. 9 vom September 1937. S. 68-72.

<Anonym:> Met een Dichteres in Palestina. In: Haagsche Post (Den Haag) vom 4. September 1937. S. 29.

W. V.: Tino von Bagdad und »Das Hebräerland«. In: National-Zeitung (Basel). Jg. 95, Nr. 409 (Sonntags-Ausgabe) vom 5. September 1937, Bücherseite der National-Zeitung. – Darin heißt es: »Nun erst ist sie da gewesen, eine Reise nach Palästina, die ihr Freunde ermöglichen, denn sie selbst ist ihr ganzes, nun mehr als 60jähriges Leben lang arm und unstet geblieben, wird zur Gelegenheit, Märchen und Wirklichkeit einander zu vergleichen. Es wird, wie nicht anders zu erwarten – ein Gedicht, ein Gedicht in Prosa, sie selbst nennt es beiläufig eine ›Psalmodie‹, aber es ist mehr, es ist nach langen Jahren der Heimatlosigkeit und Verwirrung das reifste und gehaltreichste Buch der jüdischen Dichterin, die es über den Rahmen ihres Palästina-Berichtes hinaus zu einem Memoirenwerk macht ihres Märchenlebens.«

Glück, Franz: Else Lasker-Schüler. In: Wiener Zeitung. Jg. 234, Nr. 266 vom 26. September 1937, Sonntagsbeilage. S. 2f.

Brion, Marcel: Else Lasker-Schüler et la Féerie de Jerusalem. Un Poète du Temps et de L’Espace. In: Les Nouvelles Littéraires (Paris). Nr. 782 vom 9. Oktober 1937.

B<lum>, K<lara>: Else Lasker-Schüler: Das Hebräerland. In: Internationale Literatur. Deutsche Blätter (Moskau). Jg. 8, H. 4 vom April 1938. S. 122f. – Klara Blum beklagt vor allem die politische Naivität, mit der Else Lasker-Schüler ihr »Hebräerland« verfaßt habe. An deren Begeisterung für Mussolini anknüpfend, schreibt sie: »Jedes Kind in Palästina weiß, daß er bezahlte Hetzer im Lande hat, die sich bemühen, die berechtigte nationale Unzufriedenheit der Araber in das schmutzige Fahrwasser des Faschismus zu lenken, die sich das traurige Paradoxon zum Ziele setzen, aus einem semitischen Volke ein Volk von Antisemiten zu machen.«

* * *

Mein blaues Klavier. Neue Gedichte. Jerusalem: Jerusalem Press Ltd., 1943.

Franz Goldstein: An der literarischen Front im neuen Palästina. In: Aufbau (New York). Jg. 9, Nr. 33 vom 13. August 1943. S. 9. – Goldstein kündigt das Erscheinen von »Mein blaues Klavier« an und charakterisiert das Buch als »Wunder von apollinischer Schönheit, seraphisch schimmernd, Sphärenklänge.« Weiter heißt es: »Der Band enthält außerdem ›Huldigungen‹ in epigrammatischer Form an Martin Buber, Ernst Simon (Professoren der Hebräischen Universität Jerusalem), Franz Goldstein (Frango), Kurt Wilhelm, Gershon Swet.« Der Text, der im Nachlaß Else Lasker-Schülers erhalten ist (gedruckt in Bd. 4.1 [2001] [S. 503-506] der »Werke und Briefe«), wurde nicht in »Mein blaues Klavier« aufgenommen.

Frango <d. i. Franz Goldstein>: Else Lasker-Schüler: Mein blaues Klavier. In: Jedioth Chadaschoth (Neuste Nachrichten) (Tel-Aviv). Vol. 7, No. 1976 vom 31. August 1943.

Diogenes: Men and Things. In: The Palestine Post (Jerusalem). Jg. 18, Nr. 5272 vom 1. September 1943. S. 4. – Hinweis auf das Erscheinen von »Mein blaues Klavier«: »If the United States can boast of having become a haven of rest to Germany’s greatest living author, Thomas Mann, Palestine has become a new homeland to the greatest living poetess in the German language: Else Lasker-Schueler. / Though her medium of expression is German, her poetical genius had sung the praise of this country long before she ever set foot on its shores. As Heine wrote his ›Hebrew Melodies‹, so Lasker-Schueler published a collection of exquisite poems under the title ›Hebrew Ballads‹. Returning after her first visit to Palestine to Switzerland where she went into exile after the advent of Hitler, she wrote ›Land of the Hebrews‹, a strange and fascinating mixture of fact and vision. / The other day in Jerusalem, a private edition of the poems she has written during the last ten years was published. The verses may rank among the best since Reiner Maria Rilke. That this small volume goes into the world from the city to which her heart belongs is a deep satisfaction to Else Lasker-Schueler. And the fact that these beautiful poems in German had to be printed in Palestine is symbolic of the spiritual suicide which the German nation has been forced to commit by Hitler and his barbarians.«

h. p. <d. i. Heinz Politzer>: The Blue Piano. In: Forum. Jerusalem Radio Airgraph Digest. Jg. 6, Nr. 38 vom 10. September 1943. S. 2 und 4. – Übersetzung des Gedichts »An mein Kind« (»On my child«) von Heinz Politzer in Nr. 45 (S. 2) vom 29. Oktober.

Stern, Gerson: Else Lasker-Schüler. In: Mitteilungsblatt. Alija Chadascha (Tel-Aviv). Jg. 7, Nr. 38 vom 17. September 1943. S. 8.

Vogel, Manfred: »Und ein Gebet war brünstiger Genuß«. Über Else Lasker-Schülers neue Gedichte. In: Mischmar (Tel Aviv). Jg. 2, Nr. 64 vom 15. Oktober 1943 (16. Tischri 5703). S. 2. – Hebräischer Beitrag. Abdruck in Bd. 11 (2010) (S. 676f.) der »Werke und Briefe«, übersetzt von Itta Shedletzky.

* * *

Werk- und Briefausgaben nach dem Tod Else Lasker-Schülers

Aufgenommen sind nur solche Ausgaben, die text- oder wirkungsgeschichtlich von Bedeutung sind. Nicht verzeichnet sind die zahlreichen Einzel- und Auswahlausgaben von Werken Else Lasker-Schülers, die dem Text der »Gesammelten Werke« (1959-1962) folgen, und reine Nachdrucke der »Gesammelten Werke«. Zur zweiten Gruppe gehören vor allem die 1996 im Suhrkamp Verlag erschienenen »Gesammelten Werke in drei Bänden« und die entsprechenden Bände in der Reihe Suhrkamp Taschenbuch; zur ersten Gruppe zählt etwa der 1991 bei Artemis & Winkler erschienene Band »Werke. Lyrik Prosa Dramatisches«.

* * *

Ausstellungskataloge